Metallica komplett löschen!

Betrachtungen und Überlegungen, die über konkrete Spiele und Plattformen hinausgehen

Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon TheDukeofDixieland » 11. Februar 2010, 18:21

Ich bin begeistert: Der von mir geforderte Reflexionsprozess scheint endlich zu beginnen! Und er wird umso erfolgreicher sein, je klarer uns wird, dass es sich bei der überaus treffenden Bezeichnung unserer Lieblingsbeschäftigung, also "Plastic Rock", um ein Oxymoron handelt: Der Fels, auf dem wir -- hoffentlich nicht allzu breitbeinig -- stehen, ist aus Plastik. Wir sollten ihn entsprechend behandeln.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon nightye » 11. Februar 2010, 19:15

TheDukeofDixieland hat geschrieben:Ich bin begeistert: Der von mir geforderte Reflexionsprozess scheint endlich zu beginnen! Und er wird umso erfolgreicher sein, je klarer uns wird, dass es sich bei der überaus treffenden Bezeichnung unserer Lieblingsbeschäftigung, also "Plastic Rock", um ein Oxymoron handelt: Der Fels, auf dem wir -- hoffentlich nicht allzu breitbeinig -- stehen, ist aus Plastik. Wir sollten ihn entsprechend behandeln.


Ich weiß grade nicht, ob ich lachen oder heulen soll.

Diese ganzen Gitarrenheldenrockbands sind doch nichts weiter als ein Hobby.
Ich habe den Eindruck, dass du wie einer dieser Youtube-Kommentatoren bist, die so Sätze wie "Get a f*cking life and learn how to play a real guitar!!1!11!1!11!!!!" um sich werfen. Nur dass du dich betont gewählter ausdrückst.

Wozu dieses hochtrabende Geschwätz von wegen "Reflexionsprozess beginnt"?
Wir alle sind uns bewusst, dass Plastikklampfen mit echten E-Gitarren soviel zu tun haben wie ein Ziegelstein mit Schwimmen.
Wir alle wissen, dass die Setlists über mehr Weibchen verfügen sollten. Viel dafür tun können wir nicht. Silencers Ansatz ist da noch am vielversprechendsten.

Wenn man nur mit vorgehaltener Ironie seine Beiträge zu verfassen glaubt, kann man sie sich auch sparen. Hier und da mal ein Fitzelchen davon zur Würze eines Beitrags - bitte gern. Aber ein ironischer Beitrag (wie es bei dir laufend der Fall zu sein scheint) verkommt damit zum Selbstzweck und hilft dem Thread nicht weiter.

Wenn dir etwas bezülich PR auf dem Herzen liegt, dann spinne deine Gedanken weiter, machs wie rstockm und entwickle ein Essay daraus, an dessen Ende man etwas zum Nachdenken mitnimmt und vielleicht um eine Einsicht reicher ist.

Vielleicht tu ich dir damit Unrecht, aber diese betont intelektuelle Selbstbeweihräucherung ("Von dir gefordertes Reflexionsprozess." Hallo? Du kannst soviel fordern wie du willst, Plastic Rock bedeutet für jeden etwas Individuelles, selbst wenn er es für einen Ersatz echten Musizierens hält) und Phrasendrescherei ("Fels aus Plastik") animiert mich nur dazu, dich für einen subtil vorgehenden Troll zu halten.

Vermutlich nehme ich dich einfach nur zu ernst. :roll:
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Silencer » 11. Februar 2010, 19:25

Lieber DixieDuke, so unvorstellbar es scheint - die Reflexionsprozesse, die Du anstoßen möchtest, haben die meisten von uns schon vor langer Zeit durchlaufen. Im Übrigen wurde exakt für solch akademischen Diskussionen das Forum "Plastic Rock Akademie" eingerichtet, aus dem wir dann einen Sammelband extrahieren werden.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon rstockm » 11. Februar 2010, 19:41

nightye hat geschrieben:... und Phrasendrescherei ("Fels aus Plastik") ...


Nun wir wollen hier nicht unter Wert verkaufen. "Fels aus Plastik" ist nichts anderes als die deutsche Auflösung von "Plastic Rock". Das so zu dechiffrieren ist schon einigermaßen geistreich, und eben auch wie schon beschrieben ein Oxymoron.

Wir wollen hier ja auch alle was lernen :idea:
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon nightye » 11. Februar 2010, 20:25

"Fels aus Plastik" ist nichts anderes als die deutsche Auflösung von "Plastic Rock".

Schon klar. Nur warum sollte man nicht breitbeinig darauf stehen? Könnten wir darauf ausrutschen, weil wir uns zuviel auf unsere Fähigkeiten beim Plastikschrammeln einbilden?
Warum sollten wir Plastic Rock vorsichtig behandeln? Könnte er zerbrechen wenn wir uns beim Rocken zu intensiv zum Takt der Musik bewegen?
Fragen über Fragen. :P

Wir wollen hier ja auch alle was lernen :idea:

Logisch. Leider helfen seine geistreichen Metaphern nicht, eine gescheite Diskussion darüber, was den Plastic Rock voranbringen könnte, zu führen.

Da ist seine steile These, Metallica sei aus den Tracklists rauszukanten oder dass nahezu 100% der Tracklists scheiße sind (sic!), gut argumentiert (!) ebenso willkommen, wie der geäußerte Wunsch nach mehr weiblichen Interpreten.
Nur muss man das dann auch begründen, warum denn eine der (wenn nicht DIE) bekanntesten Metalbands nichts in einem Rockspiel zu suchen hat.
Da helfen seine geistreichen Metaphern ebensowenig wie sein betont intellektueller, fast schon lyrischer, Schreibstil, um vom Nichtvorhandensein einer Argumentation abzulenken.

Anderes Beispiel gefällig? Seiner Ansicht nach, ist der Name "Guitar Hero" mal totale Grütze.
viewtopic.php?f=43&t=268&p=1968
Da wird die Behauptung aufgestellt, Guitar Hero-Spieler seien ob des Spielnamens "Gniedel-Nerds, die zuhause Plastikgitarre spielen und sich dabei ernsthaft wünschen, sie seien Gitarrenhelden".

Das mag man als aussenstehender so sehen. Wer sich aber in einem Plastic Rock-Forum anmeldet, wird zumindest ein bisschen Sachverstand mitbringen, womit sich diese Aussage in so einem Forum von selbst egalisiert. Andernfalls hätte man kaum Grund, sich hier anzumelden (außer natürlich Trollen, weil man Plastic Rock uncool findet und anderen das Hobby versauern will, aber das unterstellen ich jetzt netterweise mal nicht).

Er wirft völlig unreflektiert ein paar polarisierende Behauptungen in den "Raum", würzt das ganze mit einem gerüttelt Maß an Ironie (so glaubt er) und schaut, was passiert. Rehspeck, Ziel Erfült

Da zitiere ich mich doch glatt nochmal selbst:
Weckt mich auf, wenn hier etwas von der Klasse von rstockms "Schlagzeug-Polemik" kommt. Die war wenigstens Lehrreich und ansprechend geschrieben.

Und das meine ich ernst. Mit der Grundthese "Das RB-Drumset ist im Prinzip ein Griff ins Klo" stimme ich so gar nicht überein (weil ich von Schlagzeugen keine Ahnung habe und daher das Teil nur als den Controller ansehe, der es ist), aber deine Argumentation ist schlüssig und damit in meinen Augen mehr wert, als "Metallica ist doof und Guitar Heroes sind Möchtegerns"...
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Sefie » 11. Februar 2010, 23:12

rstockm hat geschrieben:
Sefie hat geschrieben:*hüstel* abgesehen davon, dass ich von keiner der von dir genannten Interpretinnen jemals den Namen geschweige denn die Musik gehört habe ...


Oha. Das kann so natürlich nicht stehen bleiben - zumindest die Cardigans sollte man schon kennen. Das hier kennt vermutlich jeder aus dem Radio:


Hmm... Das erste hab ich mal irgendwo gehört aber ohne Gesinge... Gab's das mal in ner TV-Werbung oder so? Die anderen sind mir tatsächlich neu. Klingt aber nicht schlecht.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Spawnilein » 12. Februar 2010, 8:58

nightye hat geschrieben:Da wird die Behauptung aufgestellt, Guitar Hero-Spieler seien ob des Spielnamens "Gniedel-Nerds, die zuhause Plastikgitarre spielen und sich dabei ernsthaft wünschen, sie seien Gitarrenhelden".

Diesen Satz würde ich mal aufgreifen...

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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon maci » 12. Februar 2010, 9:35

Spawnilein hat geschrieben:
nightye hat geschrieben:Da wird die Behauptung aufgestellt, Guitar Hero-Spieler seien ob des Spielnamens "Gniedel-Nerds, die zuhause Plastikgitarre spielen und sich dabei ernsthaft wünschen, sie seien Gitarrenhelden".

Diesen Satz würde ich mal aufgreifen...

Ich hab Call of Duty: Modern Warfare 1 UND 2 gespielt und halte mich jetzt für den Supertollen Kriegshelden !!!

... und alle so: YEAH


So gesehn bin ich ziemlich beeindruckender Ork.. fühl mich auch schon total grün :shock:
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon rstockm » 12. Februar 2010, 9:55

Spawnilein hat geschrieben:
nightye hat geschrieben:Da wird die Behauptung aufgestellt, Guitar Hero-Spieler seien ob des Spielnamens "Gniedel-Nerds, die zuhause Plastikgitarre spielen und sich dabei ernsthaft wünschen, sie seien Gitarrenhelden".

Diesen Satz würde ich mal aufgreifen...
Ich hab Call of Duty: Modern Warfare 1 UND 2 gespielt und halte mich jetzt für den Supertollen Kriegshelden !!!
... und alle so: YEAH


Auch dahinter steht ja eigentlich eine andere Frage: warum "spielen" wir Kriegshelden und Orks, aber nicht Albert Schweitzer und Gandhi?

Der Duke weist auch hier die Richtung: natürlich kann und darf man das. Aber: man sollte reflektieren können warum man sich davon unterhalten/angezogen fühlt (Gitarrenheld/Kriegsheld) und welche Mechanismen hier wirken. Welche Werte werden vermittelt? Welchen Idealen soll man nacheifern?

Bei nüchterner Betrachtung wird man etwa bei der Plastik-Gitarre feststellen: Kreativität (Improvisieren) wird bestraft. Belohnt hingegen wird, wer sich möglichst sklavisch den herrschenden Verhältnissen (Noten-Chart) unterwirft. Es ist reine Reaktion, keine selbstbestimmte Handlung. Die Geschwindigkeit der "Befehle" (Runterrauschende Noten) lassen keine Kritik und Vernunft mehr zu, man wird zum verlängerten Arm des eigenen Muskel-Gedächtnisses.

Da wird aus einem "Fels aus Plastik" schnell ein Hügel 937!
Welches sind denn die häufigsten auf uns zustürmenden Farben? ROT und GELB!

Und gerade hier sollten wir den Duke nicht unterschätzen - war er es doch, der aufrecht und forsch besagten Hügel siegreich auf der anderen Seite herunter stürmte wo andere nur Krochen - und seitdem den ruhmvollen Beinamen "der Aufrechte" führt.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist der Gesang, ein anderes Modding - hier klar als politisches Fanal zu sehen! Wir begehren auf gegen die herrschenden Verhältnisse, wir geben uns nicht mit den uns gegebenen "Produkten" der Kulturindustrie zufrieden. :crash:
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon maci » 12. Februar 2010, 10:09

rstockm hat geschrieben:Auch dahinter steht ja eigentlich eine andere Frage: warum "spielen" wir Kriegshelden und Orks, aber nicht Albert Schweitzer und Gandhi?


Das ist einfach erklärt.. ich spiele eben das, was ich im RL NICHT bin um eine Abwechslung zu haben.. *g*
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Spawnilein » 12. Februar 2010, 10:34

Der Punkt den ihr beide ansprecht ist nachvollziehbar und ich verstehe ihn auch aber ich seh die ganze Sache anders.
Ich spiele diese Spiele (also Plastickrock und EgoShooter und so weiter) weil sie mir spass machen und ich für ein paar Stunden den Alltag hinter mir lassen kann.
Es lenkt mich ab und genau das will ich.
Es geht mir nicht darum meiner Kreativität freien lauf zu lassen. Da kann ich mir auch ne richtige Gitarre kaufen, Malen oder sonstige künstlerischen Aktivitäten angehen.
Ich aber will ein Spiel spielen welches mir spass macht und die meisten Spiele haben nunmal vorgegebene Bahnen auf denen ich wandeln muss.
Ob das nun irgendwelche Schlauchartigen Level in Shootern oder vorgegebene Notenhighways sind ist dabei egal denn das Prinzip ist das selbe.

Das soll nicht heißen das ich gegen neue "Features" bin. Im Gegenteil, ich hab ja schon an andere Stelle erwähnt das mir eine kleine "REvolution" im Plastikrock Genre fehlt, dennoch habe ich viel Freude an der gegebenen Situation und muss deshalb nicht zwanghaft versuchen, irgendwelche Sachen hinzu zu dichten nur um mein eigenes Ego zu befriedigen und aus der Schublade des "Pseudomusikers" zu entkommen.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon maci » 12. Februar 2010, 10:44

Genau so ist es.. ich will pure Unterhaltung. Es kommt auch niemand auf die Idee, dass, wenn sich jemand einen Thriller ansieht, dieser deswegen unbedingt ein Mörder oder Psychophat sein möchte..

Spiele haben für mich den Stellenwert eines Buches, oder eines Films.. Unterhaltung.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon nightye » 12. Februar 2010, 13:16

rstockm hat geschrieben:Auch dahinter steht ja eigentlich eine andere Frage: warum "spielen" wir Kriegshelden und Orks, aber nicht Albert Schweitzer und Gandhi?

Weil Gandhi oder Schweitzer keine Dinge erlebt haben, die man einen notwendigerweise so sehr mitreissen, wie ein Actionspiel oder eine Rennsimulation. ;)

Der Duke weist auch hier die Richtung: natürlich kann und darf man das. Aber: man sollte reflektieren können warum man sich davon unterhalten/angezogen fühlt (Gitarrenheld/Kriegsheld) und welche Mechanismen hier wirken. Welche Werte werden vermittelt? Welchen Idealen soll man nacheifern?

Weil wir Menschen uns gern in fremde Welten flüchten, die mit der unseren, real erlebten wenig bis gar nichts zu tun haben, und damit dem Alltag entgehen können. Das sein können, was wir im echten Leben niemals wären.
Solange man den Bezug zur Realität behält, wird man keinem Ideal nacheifern, das einem Spiel entspringt, weil in den Spielwelten möglicherweise ganz andere Werte gelten, als in der Realität.

Bei nüchterner Betrachtung wird man etwa bei der Plastik-Gitarre feststellen: Kreativität (Improvisieren) wird bestraft. Belohnt hingegen wird, wer sich möglichst sklavisch den herrschenden Verhältnissen (Noten-Chart) unterwirft. Es ist reine Reaktion, keine selbstbestimmte Handlung. Die Geschwindigkeit der "Befehle" (Runterrauschende Noten) lassen keine Kritik und Vernunft mehr zu, man wird zum verlängerten Arm des eigenen Muskel-Gedächtnisses.

Aber genau das ist doch der Sinn und Zweck des Plastic Rock. Wir wollen gar nicht improvisieren, oder gar Neues schaffen, wenn wir uns die Plastikgitarre über die Schulter hängen.
Wenn man das wollte, müsste man doch zum echten Instrument greifen. Und das ist nicht mal eben so gelernt, wie die 5 Knöpfe und ein Anschlagshebel einer Plastikgitarre. Es erfordert viel Übung, Zeit, Geld und Durchhaltevermögen.
Sofortige Erfolge, wie man sie im Plastic Rock erleben kann, sind bei der echten E-Gitarre eher die Ausnahme, wage ich zu behaupten.
Vom unkomplizierten Spaß in der Gruppe will ich gar nicht erst anfangen. :dance:
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon K_Oz829 » 12. Februar 2010, 16:20

Kann mich den meisten von euch nur anschließen.

Spawnilein hat geschrieben:Ich aber will ein Spiel spielen welches mir spass macht und die meisten Spiele haben nunmal vorgegebene Bahnen auf denen ich wandeln muss.
Ob das nun irgendwelche Schlauchartigen Level in Shootern oder vorgegebene Notenhighways sind ist dabei egal denn das Prinzip ist das selbe.


Das genau ist der Punkt, an den uns die Unterhaltungsindustrie (ich weiß, ich werds bereuen das folgende Wort verwendet zu haben, aber es passt) "hinerzogen" hat. Spiele, die wir spielen, beinhalten Dinge, die wir erreichen müssen, um einen Fortschritt zu erzielen, sei es bestimmte Level zu durchlaufen, bestimmte Rätsel zu lösen, bestimmte Gegner zu besiegen, bestimmte Gegenstände zu finden etc. Sinn und Zweck dahinter ist ein kontinuierlicher und vor allem sichtbarer Fortschrittsprozess, der uns als Spieler bei der Stange hält, der es interessant macht und uns motiviert, weiterzumachen. Maximale Freiheit des Spielers (stellen wir uns zum Beispiel ein Spiel vor, in dem es eine riesengroße Welt ohne Gegner und nur mit Menschen gibt, die der Spieler durchstreifen kann wie er möchte und mit Leuten reden kann wie er möchte) führt bezüglich dieses Spielfortschrittes zu einem beinahe-Nullpunkt, der den normalen Spieler schnell zu dem Punkt bringt, an dem er sich fragt, wofür er den ganzen Mist eigentlich macht und das Interesse verliert. Ergo ist in der Regel das Höchste an Freiheit in einem Game, das wir erleben werden, das Leveln (wobei das auch recht mechanisch ist) und Lösen von Bonusquests wie in einigen RPGs. Dass sich diese "Tu-was-bestimmtes-dafür-kriegst-du-Fortschritt"-Struktur seit langem etabliert hat, brauchen wir glaub ich nichtmal ansatzweise drüber diskutieren.
Jetzt gibts zwei Möglichkeiten: Entweder wir nehmen das so hin oder wir beschweren uns drüber, versuchens zu ändern. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich kann mit der Game-Industrie so leben wie sie ist. Entsprechend kann ich auch ganz gut damit leben, dass ich mich beim Plastic Rock an diese Vorgaben halten muss, denn mal ehrlich: Maximale Freiheit hier würd dazu führen, dass jeder spielen kann was er will, und dann würd sehr schnell der Gedanke aufkommen, wofür mans eigentlich spielen sollte, wenns eh egal ist, was man macht.

nightye hat geschrieben:Weil wir Menschen uns gern in fremde Welten flüchten, die mit der unseren, real erlebten wenig bis gar nichts zu tun haben, und damit dem Alltag entgehen können. Das sein können, was wir im echten Leben niemals wären.
Solange man den Bezug zur Realität behält, wird man keinem Ideal nacheifern, das einem Spiel entspringt, weil in den Spielwelten möglicherweise ganz andere Werte gelten, als in der Realität.


Dieser Punkt setzt mMn noch viel früher an als der oben. Ich weiß nicht obs beabsichtigt war, aber da können wir schon anfangen, über die Filmindustrie zu diskutieren. Warum schauen wir denn irgendwelche Raumschifffilme wie Enterprise und Star Trek, irgendwelche Alienfilme wie MIB, Horrorfilme mit Zombies und irgendwelchen anderen Monstern, Martial Arts-Filme, bei dem ich mir das Bein brechen würd, wenn ich den ersten höheren Tritt "nachmachen" würde? Es hat doch nix damit zu tun, ob das realistisch ist, was die da machen, sondern ich als "moralisches und empathisches" Wesen Mensch kann mein Normen- und Wertebild mit surrealen Situationen assoziieren, so dass ich ne gezeigte Handlung verstehe und mich mit meiner Gefühlswelt da reinversetze. Und so entstehen spannende Situationen, die ich interessant finde und dadurch gefesselt bin (=guter Film), oder halt weniger spannende Situationen, die mich kein Stück weit interessieren (=schlechter Film).
Die Filmindustrie setzt genau an dem gleichen Unterhaltungspunkt an wie die Gameindustrie, nur ist sie deutlich älter als wir alle hier, deutlich etablierter und hat weniger Interaktivität (ich kann die Handlung abbrechen, indem ich den Fernseher ausschalte, sonst nix), und das führt uns dazu, dass es, wenn man die Gameindustrie verurteilt, ob man möchte oder nicht so weit führt, dass man damit eher ne gesellschaftliche Gesamtkonstellation im Denken der Menschen anspricht, da wir hier über übereinstimmende Grundphilosophien etablierter Giga-Industrien sprechen müssten, die es seit Jahrzenten verstehen, die grundsätzlichen Reize, die Menschen ansprechen, in Unterhaltung umzusetzen. Ich weiß nicht, ob ihrs schon merkt, aber das wäre ne Diskussion, die viel weiter führt und viel revolutionärer geprägt sein könnte als das was hier bis jetzt besprochen wurde.

nightye hat geschrieben:Aber genau das ist doch der Sinn und Zweck des Plastic Rock. Wir wollen gar nicht improvisieren, oder gar Neues schaffen, wenn wir uns die Plastikgitarre über die Schulter hängen.
Wenn man das wollte, müsste man doch zum echten Instrument greifen. Und das ist nicht mal eben so gelernt, wie die 5 Knöpfe und ein Anschlagshebel einer Plastikgitarre. Es erfordert viel Übung, Zeit, Geld und Durchhaltevermögen.
Sofortige Erfolge, wie man sie im Plastic Rock erleben kann, sind bei der echten E-Gitarre eher die Ausnahme, wage ich zu behaupten.
Vom unkomplizierten Spaß in der Gruppe will ich gar nicht erst anfangen. :dance:


Und das führt mich dazu, dass ich mit dem Schluss für mich super leben kann. Mir gefällts so wie es ist. Das Zitat kann ich so als Fazit für mich stehen lassen.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Fury » 13. Februar 2010, 18:12

Ich hab mir lange überlegt, ob ich mich an dieser bzw. diesen Diskussionen beteiligen soll oder will.
Letztlich habe ich mich dafür entschlossen, da aus meiner Sicht bisher sehr viele interessante Aspekte angeschnitten wurden, aber leider in einer für mich unerträglichen Form. And here we are ...

Als alter Geisteswissenschaftler (zumindest hab ich mich in Urzeiten mal so bezeichnet) fange ich damit an, wie ich mich "fühle" bzw. was das bisher Geschriebene bei mir hervor gerufen hat.
Ich fühle mich: provoziert, instrumentalisiert, nicht für voll genommen, "belehrt", stigmatisiert aber auch angeregt, interessiert, bestätigt.

Auf den ersten Beitrag vom Duke hätte ich niemals reagiert. Maci hat ja auch ziemlich schnell die Regel für "solche" Beiträge genannt: Don't feed the troll. In einen Forum muss man immer damit leben, dass Manche sich zur Befriedung eigener Bedürfnisse unangemessen, störerisch oder provozierend verhalten und sich an den meist in gutgläubiger Absicht gegebenen Reaktionen erfreuen.
Mit einem Anfang wie: "Natürlich: Wir alle sind uns im Klaren darüber, dass...", einer These wie "(ist die)...gesammte Oeuvre Metallicas zu entfernen" und einer Plattitüde wie "Warum gönnt uns den die Kulturindustrie nicht!" erzeugt man natürlich Reaktionen, aber nur solche, die man auch erzeugen will.
Das Ergebnis ist ebenso vorhersehbar wie langweilig - zumindest inhaltlich. Zudem (durch die Methode) verfälscht und daher wertlos.

Auch das frühe Einsteigen von Dir, rstockm, hat zwar die ersten Beiträge vom Duke mit einer Struktur überzogen und fortgeführt, jedoch neue Fragen aufgeworfen. Diese wurden im Threat auch gestellt, aber nicht beantwortet. Als da wären:
- In welchem Verhältnis steht Ihr beide? Nimmt Dein Alter Ego hier nur die Rolle des Advocatus Diaboli ein? Steckt ein tieferer Sinn dahinter oder handelt es sich um eine "Methode"?
- Handelt es sich bei Deinen Beiträgen (in Bezug auf Duke) um "Deutungen", freie Assoziation, Umschreibungen oder Übersetzungen bereits vorher diskutierter Thesen?
- Warum legst Du dieses Verhältnis nicht offen?
- Inwieweit fliest Dein beruflicher Kontext in diese Diskussion ein? Ist er letztlich sogar ursächlich?

Ich denke, dass wenn Du diese Fragen unbeantwortet lässt, Rückschlüsse auf Deine Person gezogen werden, die Dir möglicherweise nicht gerecht werden.
Ich würde mich zum Beispiel hart damit tun jemanden ernst zu nehmen, der (ohne weiteren Hintergrund) aus Topic 1 die von Dir gezogenen Schlüsse extrahiert. Im Freundeskreis würde ich so jemanden wohl fragen, was er zuletzt geraucht oder eingeworfen hat (und wo er das Zeug her hat)...
Da ich Deine Beiträge aber (alleinstehend) als immer interessant, zumeist fundiert, ausnahmslos rhetorisch ansprechend und teilweise positiv provozierend betrachte, baut sich bei mir eine, latente Unzufriedenheit auf.
Weil ich mich als Forumsteilnehmer hier (und nur in diesem Bereich) unmündig behandelt fühle!

Unter Gleichgestellten einer ernsthaften und zielgerichteten Diskussion sollte es Usus sein, zu Beginn bereits die Fragestellung in verständlicher Form aufzuwerfen, seinen eigenen Standpunkt darzustellen und ggfs weitere Thesen zu präsentieren. Wenn man sich aus unterschiedlichen (legitimen) Gründen nicht selbst positionieren will oder kann, sollte dies erkennbar sein bzw. angesprochen werden. Nur dadurch wird ein erträglicher, auf gegenseitigen Respekt fundierender Austausch von Meinungen möglich.
Wenn ich dagegen das Gefühl habe, dass mit mir gespielt (das Wort manipuliert erspar ich mir lieber) wird, bin ich weg...
Ausser, man sagt mir, dass man mit mir spielen will und mir zu diesem Zweck Informationen vorenthalten will oder muss. Dadurch könnte ich selbst entscheiden, ob ich mich darauf einlassen will oder nicht. Quasi als "mündiges Versuchskaninchen" - klingt interessant und ich wäre wahrscheinlich dabei!
Ich glaube, diesen Prozess könnte man auch als "Deinstrumentalisierung" bezeichnen...



Womit ich (endlich) zum zweiten Punkt komme, nämlich dem Verlauf der Diskussion.

Wenn ich alles richtig verfolgt habe, wurden bisher folgende Thesen behandelt:

- Ist das Musikangebot im Bereich PR a) falsch zusammengestellt (Pop oder Metal) oder b)von einer übermächtigen Spiele- oder Musikindustrie aufoktroyiert oder wird c) sogar unser Bewußtsein und unsere musikalischen Fähigkeiten von dieser (noch nie näher bezeichneten dunklen Macht) fremdgesteuert. d) Sind die derzeit angebotenen Möglichkeiten der Einflussnahme (Requests)ebenfalls manipulativ? Wird uns emanzipiertes Liedergut bewußt vorenthalten?

- Hat der Gesang eine untergeordnete Bedeutung im Bereich PR? Nimmt er eine Sonderstellung ein und alle anderen Instrumente uterminieren die Kreativität und Individualität der "User"? Steckt ein Ziel dahinter und können wir uns dagegen wehren?

- Betreiben wir Sport, ein Spiel, Kunst? Werden wir durch die Vorgabe des Produkts dabei in eine Richtung gelenkt? Werden unsere Möglichkeiten der Einflussnahme bewußt und manipulativ beschränkt?

- Sind die durchschnittlichen Forumsteilnehmer unkritisch, fremdgesteuert, eine "dumpf-vor-sich-hin-bängende Ansammlung hirn-armer Metallisten? Birgt das Spiels zwar systemerhaltende, aber individual-degenerative Elemente in sich? Ist "er" (an dieser Stelle halte ich es nicht mehr aus und ich muss mich gegen diese ständige Stigmatisierung endlich wehren: Bitte laßt das, keiner kennt mich und wer wirklich Interesse daran hätte, den Grund für meine PR-Begeisterung zu kennen, würde mich nicht im Vorfeld dauernd beleidigen, indem er eine große Schublade aufmacht und nach dem Prinzip einer Rasterfahndung jeden mit gleichen Einzelmerkmalen rein wirft.) von falschen Vorbildern geleitet ein typisches Beispiel der Pop(ulär)kultur? Hängt er (falschen) Helden nach und hat dies Auswirkungen auf sein eigentliches Leben? "... welche Mechanismen ... wirken (hier). Welche Werte werden vermittelt? Welchen Idealen soll man nacheifern?"

- Was ist weiblicher Geschmack?

- Warum spielen wir das Spiel eigentlich? Was sind die persönlichen Erwartungen bzw. wo ist der "Lustgewinn"?

Und, mein persönlicher Favorit, mal zitiert:
rstockm hat geschrieben:Bei nüchterner Betrachtung wird man etwa bei der Plastik-Gitarre feststellen: Kreativität (Improvisieren) wird bestraft. Belohnt hingegen wird, wer sich möglichst sklavisch den herrschenden Verhältnissen (Noten-Chart) unterwirft. Es ist reine Reaktion, keine selbstbestimmte Handlung. Die Geschwindigkeit der "Befehle" (Runterrauschende Noten) lassen keine Kritik und Vernunft mehr zu, man wird zum verlängerten Arm des eigenen Muskel-Gedächtnisses.

Da wird aus einem "Fels aus Plastik" schnell ein Hügel 937!
Welches sind denn die häufigsten auf uns zustürmenden Farben? ROT und GELB!

(Für mich stellte sich dabei die Frage, wer denn was gegen die Orangenen, also unsere nordwestlichen Nachbarn haben könnte? Seit wann stürmen die auf uns zu, zumindest in Bayern kriechen die meistens auf der rechten Spur (passt ja!)...)


Hmm, o.k., dieser Bereich des Forum heißt "Über den Tellerrand", aber bin ich der Einzige, der nicht viele Antworten oder Meinungen auf diese vielen Fragen auf den letzten 3 Seiten gefunden hat?

Ich mach's kurz (Gelächter, ich weiss):
Ich würde vorschlagen, etwas mehr Struktur durch Trennung der Einzelthemen herbeizuführen. Klar soll sich eine Diskussion entwickeln und kann dabei auch gerne ausschweifen, aber diesen (teilweise) ernstgemeinten und diskussionswürdigen Thesen und Fragen wird die Überschrift ("Metallica komplett löschen!) und die Qualität des Anfangsbeitrags einfach nicht gerecht.

Also liebe Mods: bitte eingreifen...


Ich sag nochmal SORRY für diesen ellenlangen Beitrag, ich gelobe Besserung!
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon rstockm » 13. Februar 2010, 18:57

Fury hat geschrieben:Ich sag nochmal SORRY für diesen ellenlangen Beitrag, ich gelobe Besserung!


Quantität und Qualität schließen sich ja nicht grundsätzlich aus, daher danke für den Beitrag. Das Zitat war von mir, habe das korrigiert. Wir wollen hier nicht andere Forumsnutzer ins Unglück stürzen.

Zu ein paar Deiner Punkte: Als Anhänger der Diskursanalyse kann ich den Wunsch nachvollziehen am Anfang zu wissen: wer sind die sprechenden Personen und in welcher Beziehung stehen sie zu einander.
Zu meiner Person ist hier im Forum ja viel zu finden, am prägnantesten vielleicht hier.
Für mich selbst habe ich vor vielen Jahren die Entscheidung getroffen, meine digitale Persönlichkeit nicht von der realen zu trennen - entsprechend trete ich hier mit Klarnamen auf. Mir ist aber völlig bewusst das dies a) eine eher ungewöhnliche Entscheidung ist und b) man sich das vor allem leisten können muss. Zum Glück bin ich in einem beruflichen Umfeld tätig bei dem etwas sonderbare digitale Aktivitäten mindestens toleriert, im Zweifel sogar begrüßt werden.

Dies ist bei vielen anders, so auch beim Duke. Der ist eine reale, formal höchstgebildete Person aus meinem Bekanntenkreis - aber die Entscheidung ob und wie er hier Details über sich preis gibt ist ganz allein die seinige.

Zwei Dinge kann ich aber ausplaudern, da muss er durch: 1) ist PR seit Jahren das erste Computerspiel-Genre für das er sich interessiert 2) sind dies generell seine ersten, strauchelnden Versuche in einem Online-Forum. Er weiß also wirklich nicht was ein Troll ist.

Zu diesem Thread hier und deinen gestellten Fragen: ich betrachte diesen Thread als anarchische Ursuppe, in der viel Übles herumschwimmt - aber ab und an eine Mikrobe nach oben flüchtet. Natürlich ist das Einstiegsposting unsäglich, aber dahinter stand eine sehr bewusst und ernsthaft geführte Debatte die wir kurz zuvor hatten. Er hat sie in Form seines Postings verarbeitet, ich im Wesentlichen in diesem Thema zum perfekten Plastic Rock Event.

Man mag lange darüber streiten ob seine Strategie besonders clever war, und entsprechend oft ist hier zu lesen: "der rstockm ist schon auch ein Kaputter, aber seine Postings kann man lesen, sind verständlich und manchmal anregend. Aber der Duke..."

Jetzt aber mal andersrum betrachtet: besagter Event-Thread von mir hat es auf ernüchternde 12 Antworten gebracht, davon noch mal drei von mir. Der Duke liegt bei 54, und wenn wir jetzt mal unsere Überheblichkeit kurz zur Seite legen: haben wir denn anlässlich dieses Threads hier WIRKLICH nicht über manche Frage anders nachgedacht? Waren wir WIRKLICH schon alle so mit uns im reinen was Musikauswahl, Spielmechanismen, "Heldenrollen" etc. angeht? Also ich nicht. Mir sind Menschen generell suspekt die - auch und gerade in Foren - eine permanente "been there, done that" Mentalität vor sich hertragen. Als ob hier irgendwer NICHT erst mal in der Wikipedia nachgeschlagen hätte was eigentlich ein Oxymoron ist. Und warum Plastic Rock unter genau dieses Label fällt. Klar, haben wir alles schon vor dem Duke gewusst und bedacht. Wir sind ja alle so abgezockt. :roll:

Nun kann man lange lamentieren ob es nicht alternative, besser geeignete Wege gegeben hätte als so stumpf zu provozieren. In solchen Fällen bin ich durch und durch liberal: jeder sollte seine Nische ausprobieren, solange die grundlegenden Regeln des Anstandes gewahrt werden. Und die sehe ich hier noch lange nicht verletzt, im Zweifelsfall kann sich Metallica teure Anwälte leisten. Denn, da machen wir uns mal nichts vor: die Überschrift dieses Themas bezieht sich aus Sicht des Duke mitnichten nur auf deren Musikwerk.

Man sollte das hier nicht allzu ernst nehmen. Die Forderung des Duke nach Ironie bezieht sich auf alle Ebenen. Und auch wenn sich hier erschreckend viele Medienwissenschaftler tummeln (ich weiß allein von 7), so ist dies keine Art von Experiment, versprochen 8-)
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Sefie » 13. Februar 2010, 19:04

Ich glaube ich steige an dieser Stelle mal aus dem Thread aus... Wenn ich 'nen Roman lesen will greif ich lieber zu Anne Rice ;)
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon dr-pain82 » 13. Februar 2010, 20:24

Ich bin auch schon längst ausgestiegen, da ich als Naturwissenschaftler (jedenfalls auf dem Papier) noch nie wirklich mit Geisteswissenschaftlern diskutieren konnte. Das ist eine andere Welt für mich. Und das meine ich weder wertend noch provozierend, sondern einfach "anders" wie 1 nicht 0 ist. Die weitere Diskussion werde ich vielleicht lesen, aber eine Beteiligung schließe ich aus.

Außer vielleicht das angesprochene Oxymoron (Ja ich habe den Begriff erst in der Wikipedia nachgeschlagen). Kann es sein dass diese Vermutung darauf beruht, "Rock" mit "Stein" zu übersetzen, und deshalb ist "Plastic Rock" = "Plastik Stein" ein Oxymoron? Dazu merke ich an, dass Rockmusik nicht mit "Steinmusik" zu übersetzen ist, sondern mit "Schaukelmusik". Nachzulesen in der Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rock_%E2%8 ... ll#Begriff
(Rockmusik hat sich aus dem Rock 'n' Roll entwickelt, daher der Link dorthin).

Klugscheißmodus aus :opa:

Gruß, Stefan (np: Alestorm - Flower of Scotland)

ps: Um mal wieder ontopic zu werden, ich habe endlich GH:M bekommen und LIEBE es :rockdahouse:
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon Fury » 13. Februar 2010, 21:29

Danke, rstockm, für Deine Antwort. Damit hast du ja das wesentliche beantwortet ...
Und Sefie und dr-pain82:
Ich wollte eigentlich die Diskussion fördern. Naja, poorly done...

Steigt ruhig wieder ein, ich versetze mich wieder in den Passiv-Status.
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Re: Metallica komplett löschen!

Beitragvon dr-pain82 » 14. Februar 2010, 0:11

Fury hat geschrieben:Und Sefie und dr-pain82:
Ich wollte eigentlich die Diskussion fördern. Naja, poorly done...


Wenn ich wüsste, worum es in diesem Thread nun eigentlich geht, könnte ich mich beteiligen. Das scheint mir auch nicht verkehrt. Aber: Die unheimliche Fülle dieses Themenkomplexes "Was bin ich, was ist Plastik Rock?" und die unsichtbaren Verhältnisse einiger Diskussionteilnehmer sowie deren Diskussion außerhalb dieses Forums tragen nicht dazu bei, dass ich mich beteiligen möchte.

Gruß, Stefan (np: Metallica - The Memory Remains)
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