RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Alles zu Gitarren-Controllern

RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 6. Mai 2011, 18:39

Achtung: Bitte die Warnhinweise im Text beachten, ernst nehmen und vor allem die einzelnen Schritte zuerst ganz lesen. PlasticRock.de übernimmt keine Verantwortung für eine unbrauchbar gemoddete Squier. Die Punkte sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammen getragen und sollen insbesondere Anfängern den Start in die Welt zwischen Plastik- und E-Gitarre erleichtern. Wer sich unsicher fühlt, sollte dringend einen Fachmann befragen, mindestens aber hier im Forum nachhaken.

#1
Frage: Jetzt habe ich diese komische Hybridgitarre - was genau kann ich damit spielen
Antwort: Du kannst mit der Fender Squier auf drei Arten spielen: a) als Spielekontroller in Rock Band 3. Du bekommst hierbei auch in Echtzeit angezeigt, wo sich deine Finger gerade auf dem Griffbrett befinden und welche Seiten schwingen. b) Als "echte" Gitarre, ganz klassisch an einem Verstärker oder digitalen Effektgerät. c) Als Midi-Controller, um über eine Musiksoftware beliebige Klänge zu triggern - du kannst dann quasi (mit einigen Einschränkungen) auf der Gitarre etwa Klavier spielen.

#2
Frage: Was muss ich tun, damit ich in Rock Band 3 direkt loslegen kann? Alles andere interessiert mich erst mal nicht!
Antwort: Es wäre nicht verkehrt, die Gitarre dennoch zumindest zu stimmen - unbedingt notwendig ist das aber nicht. Aber hey: nun hast du schon eine richtige Gitarre, dann sollte man die auch stimmen - oder zumindest wissen, wie das geht. Als nächstes solltest du für das Spielen in Rock Band unbedingt den Dämpfer in die hohe Position bringen (siehe #3). Als nächstes: ein Plektrum kaufen - ohne bekommst Du ziemliche Probleme mit der Saitenerkennung. Als letztes solltest du schauen, ob bei den Anfänger-Tutorials (einzelne Saiten nacheinander anschlagen) alle sechs Saiten sauber erkannt werden, ohne dass du übermäßig hart anschlagen musst. Sollte dies nicht der Fall sein, weiter zu #7.

Aber ansonsten heißt es: Batterien rein, Schalter am Batteriefach auf "on", Midi-Kabel an den Midi-Adapter von RB3 und viel Spaß haben!

#3
Frage: Was ist dieser Dämpfer, und wie verstelle ich ihn?
Antwort: der Dämpfer wird benötigt, um die Erkennungsgenauigkeit, welche Saite(n) du unten anschlägst, drastisch zu verbessern. Du kannst in RB3 auch mit dem Dämpfer in der unteren Position spielen (etwa um gleichzeitig durch einen Verstärker den eigenen, "echten" Sound zu genießen), musst dann aber damit rechnen, dass du ca. zehn Prozent weniger Noten triffst. Längere Streaks werden praktisch unmöglich - für scoreorientiertes Spiel ist die Dämpfung daher unumgänglich.

Lightroom 2.jpg


Um die Dämpfung zu aktivieren/deaktivieren musst du den Dämpfer mittig nach unten durchdrücken bis zum Boden - der Federmechanismus schaltet dann jeweils die Position um wenn du den Finger wieder hochnimmst. Nicht sehr elegant, zumal jeder mit dicken Findern zwischen den Saiten friemeln muss - funktioniert aber schnell und verlässlich.

#4
Frage: Wie stimme ich denn jetzt eine Gitarre?
Antwort: Du ersparst dir sehr viel Mühe und Kummer, wenn du dir dafür ein Stimmgerät anschaffst. Dafür eigenen sich schon gut aktuelle Handys: für nahezu alle Smartphone-Betriebssysteme gibt es Stimm-Apps für wenig Geld. für das iOS und Android konkurrenzlos exakt und schnell ist hier die 3€-App Cleartune. Du kannst auch nach Gehör stimmen, etwa mit Hilfe eines anderen Instrumentes, das mit Sicherheit richtig gestimmt ist (Klavier, Synthesizer). Aber schon dieses erfordert einige Übung. Die Saiten einer normalen 6-saitigen Gitarre werden auf diese Notenwerte gestimmt, von tief (dick) nach hoch (dünn):
E------
A------
D------
G------
H/B---
E------
H und B bezeichnen denselben Notenwert, mal wird der eine, mal der andere verwendet (etwa in Notenbüchern). Du kannst sich dieser Abfolge mit dem Satz merken:
Ein Anfänger Der Gitarre Braucht/Hat Energie (EADGHE)

Zum Stimmen nutzt du natürlich ausschließlich diese kleinen Freunde:

stimmen.jpg


Für das Stimmen empfiehlt sich folgende Reihenfolge: 1. Sehr grobes, schnelles Stimmen ALLER Saiten nacheinander 2. Erst danach Feintuning der einzelnen Saiten. Das grobe Stimmen aller Saiten führt dazu, dass die generelle Spannung auf dem Hals schon mal in etwa stimmt, und sich nicht Saite für Saite die einzeln hinzukommt wieder ändert.
Nachdem du die Gitarre gestimmt hast, kontrollierst du die Stimmung, indem du jede Saite in dem höheren Bund anspielst, in dem die nächste frei schwingende Saite klingt. Dies ist mit einer Ausnahme immer der 5. Bund:

buende.jpg


Greifst du also die tiefe E-Saite im 5.Bund und schlägst an, so erklingt ein A - in derselben Tonhöhe wie das frei schwingende A eine Saite höher. Diese beiden Saiten sollten sich nach dem Stimmen also nun gleich anhören. Ausnahme ist die G-Saite - die musst du nur im 4. Bund greifen um auf H/B zu kommen.
Wenn du das Gefühl hat, dass die leeren Saiten gut gestimmt sind, aber die Töne im 5. Bund doch anders klingen (und vor allem auch das Stimmgerät Abweichungen anzeigt), so solltest du dir Gedanken um die Oktavreinheit/Bundreinheit machen, siehe #5.

#5
Frage: ich habe die Saiten sauber gestimmt, aber im 5.Bund werden deutliche Abweichungen beim Stimmgerät angezeigt. Ist meine Gitarre jetzt kaputt?
Antwort: Nein, und zum Glück kann man das korrigieren. Manche der Gitarren sind leider ab Werk nicht sauber eingestellt. Um die Abweichung noch deutlicher sehen zu können, gehst du auf jeder Saite (auch G) in den 12. Bund hoch, siehe Abbildung von #4. Hier spielt jede Saite genau eine Oktave höher als wenn sie leer schwingen würde, das E bleibt also E. Abweichungen bei der Oktavreinheit (daher der Name) und daraus resultierend Bundunreinheit (etwa im 5.) werden hier besonders deutlich, denn die Abweichungen nehmen mit jedem Bund zu. Durch Stimmen allein kannst du hier überhaupt nichts korrigieren, dazu musst du einen Kreuzschraubenzieher benutzen:

Oktavreinheit.jpg


Wichtig: bevor du hier etwas verstellt, solltest du die Saite etwas entlasten, sonst könnte sie reißen. Der Vorgang ist nun: Saite entlasten, den "Schlitten" auf dem die Saite am Bund aufliegt etwas vor/zurück fahren (je nachdem ob die Note im 12. Bund zu hoch ist (Schlitten Richtung Schraubenzieher) oder zu niedrig (Schlitten Richtung Hals), Saite Stimmen, Test im 12. Bund, wieder entlasten, anpassen u.s.w. Es gilt generell die Regel: immer nur kleine Anpassungen vornehmen und viel prüfen, auch gern die Gitarre mal eine Minute ruhen lassen - wir haben es hier mit empfindlicher Mechanik und anfälligem Holz zu tun - das alles "arbeitet" durchaus.
Mit dieser Methode sollte es gelingen, alle Saiten sauber zu stimmen und die Abweichungen im 12. Bund auf ein erträgliches Minimum zu reduzieren - die Squier ist eben auch keine wirkliche Premium-Gitarre. Aber für den Hausgebrauch sollte es wirklich gut ausreichen.

#6
Frage: Wie häufig muss ich meine Gitarre stimmen?
Antwort: Wenn du "nur" RB3 spielst, kommt es nicht so darauf an, ob alle Saiten perfekt gestimmt sind. Spielst du aber "echt" an einem Verstärker, ist das mit einer falsch gestimmten Gitarre akkustische Umweltverschmutzung. Da der Hals der Squier auch noch sehr flexibel ist, verstimmt sie sich relativ leicht - es schadet also nicht, sie vor jeder Benutzung kurz durchzustimmen. Auch nach ca. 30 bis 60 Minuten intensivem Spiels kann schon wieder ein Nachstimmen notwendig werden - das ist normal und auch live bei Musikern zu beobachten.

#7
Frage: Ich habe mich bisher an alle Anweisungen gehalten - aber im Spiel werden Saitenanschläge dennoch nur unvollständig erkannt. Was kann ich tun?
Antwort: Auf jeden Fall nur mit Plektrum spielen. Dann: Die erste und effektivste Methode ist es, den Pickup in der Höhe zu justieren. Das ist der weiße, breite Tonabnehmer - und er besitzt zwei Schrauben, mit denen du leicht die Höhe verstellen kannst:

tonabnehmer.jpg


Du stellst ihn nun so ein, dass er dicht an den Saiten liegt, diese jedoch auch bei starkem Anschlag noch völlig frei schwingen können. Wichtig: Niemals darf eine Saite an den Tonabnehmer anschlagen, das führt zu schnellem Verschleiß. Hinweis: die hohen Saiten schwingen weniger weit als die tiefen, daher kann der Tonabnehmer hier auch ein Stück höher eingestellt werden - bei vielen Squier scheint gerade die hohe E-Saite mit der Erkennung ab Werk ein Problem zu haben, da eben dies nicht sauber eingestellt wurde.

#8
Frage: Saitenanschlag wird erkannt, aber die Erkennung der Griffpositionen oben am Hals erscheinen mir sehr ungenau. Was kann ich tun?
Antwort: Zum einen kann dies daran liegen, dass die Saitenhöhe zu hoch eingestellt ist - siehe #9. Zum anderen findet sich in amerikanischen Foren den Hinweis, dass die Metallbünde - über die die Erkennung funktioniert - ab Werk mit einer gewissen "Schicht" überzogen sind und es hilft, die Saiten etwas seitlich an jedem Bund über den Steg zu schleifen - und in der Tat werden sie dann schnell glänzendn. ACHTUNG: hierdurch werden eindeutig Abnutzungserscheinungen erzeugt, was den Widerverkaufswert verringern könnte. Auch ist der Effekt nicht offiziell bestätigt. Wenn du also keine Probleme mit der Erkennung hat, solltest du es sein lassen. Andererseits: es passiert hier nichts anderes als beim normalen "Bending" einer Saite.

#9
Frage: irgendwie ist das Greifen der Saiten echt schwierig, viel schwieriger als bei der normalen Gitarre meines Freundes. Woran kann das liegen?
Antwort: Sehr viele Squier scheinen ab Werk eine hohe bis sehr hohe Saitenlage (Abstand zwischen Saite und Bundsteg) zu haben. Dies hat Vor- und Nachteile.
Vorteile: die Saiten schwingen ungehindert, der Klang ist besser (über Verstärker gespielt), es kommt nicht zum Schnarren (leichtes Berühren der Saiten an höhere Bünde beim Durchschwingen), der Dämpfer macht im runtergefahrenen Zustand keine Probleme.
Nachteile: die Saiten sind erheblich schwerer zu greifen, was insbesondere Anfänger schnell überfordert und frustriert.
Empfohlen werden generell Saitenhöhen von 1,6 bis 2 mm - das ist ein guter Kompromiss, aufgrund der Halskonstruktion der Squier aber nicht zu erreichen. Werte höher als 3 sind nur fortgeschrittenen Spielern zu empfehlen, die wissen was sie tun und auf besonders klaren Sound aus sind.
Du solltest aber die Saiten auch nicht zu tief legen - sonst schnarren sie und es gibt Probleme mit dem Dämpfer - der kann dann auch in der unteren Position die Saiten behindern. Realistisch kann man die Squier auf eine Saitenhöhe von ca. 2,5 bis 3 mm einstellen - was allerdings auch für eine Strat-Gitarre ein recht üblicher Wert ist. Eine Stratocaster ist eben keine "Flitzefinger" Gitarre oder dezidierte Soli-Gitarre wie die Les Pauls.

#10
Frage: Okay, ich möchte die Saitenhöhe verstellen. Wie geht das?
Antwort: Das ist ein etwas elementarerer Eingriff, der in zwei Teile zerfällt: Kontrolle/Anpassung der Halsbiegung und Kontrolle/Anpassung der Saitenhöhe. ACHTUNG: Bei allen folgend beschriebenen Einstellungen kannst du, wenn du zu rabiat zur Sache gehst oder wenig erfahren bist, die Saiten und auch die Gitarre an sich nachhaltig beschädigen oder gar unspielbar machen. Folgendes ist eine Überlegung wert: Die Gitarre in einen Laden bringen und dort für 15 bis 20 Euro perfekt einstellen lassen.

Kontrolle/Einstellung der Halsbiegung (Truss Rod)
Du kannst sehr schnell feststellen, ob die Halsbiegung okay ist: du greifst die tiefe E-Saite im ersten Bund sowie im letzten Bund. Nun schaust du seitlich auf die Saiten: es sollte sich in der Mitte des Halses ein wenig Spiel zwischen Bünden und Saiten zeigen, aber nicht mehr als ca. 1 mm:

trussrod.jpg
trussrod.jpg (14.45 KiB) 13004-mal betrachtet


Im Inneren des Halses verläuft ein Metallstab, und den kannst du spannen oder entspannen. Du willst damit eine ganz leichte Wölbung erreichen, so wie oben im Bild unter "standard" zu sehen. Alles andere ist zu vermeiden, also sowohl das Aufliegen der Saite auf einem der mittleren Bünde, als auch ein zu großer Abstand von Saite zu Bund in der Mitte.
Einstellen kannst du dies mit dem mitgelieferten Imbuss-Schlüssel an der Seite des Halses:

Biegung.jpg


Entspricht die Halsbiegung eher dem 'big gap', dann Richtung Pickup drehen. Bei 'no gap' in Richtung des Batteriefaches.
ACHTUNG: dies ist definitiv die Stelle, an der du die Gitarre am ehesten beschädigen kann. Daher immer nur 1/4 Drehungen vornehmen, kontrollieren, wieder weiter justieren - langsam in vielen Schritten, bis die Biegung stimmt. Meine Squier war hier von vornherein gut eingestellt, in einem solchen Fall sollte man es auch wirklich lassen, weiter rumzuprobieren. NOCH WICHTIGER: unbedingt vorher Spannung von den Saiten nehmen. Also wie oben: Spannung weg, justieren, Spannung drauf, kontrollieren, Spanung weg usw. bis es stimmt.
da der Hals der Squier durch das wenige verbaute Holz extrem strukturschwach ist, ist auch der innen laufende Spannstab nur wenig gekrümmt. Daher ist der erzielbare Effekt dieser Korrekturen deutlich geringer als etwa bei einer normalen Squier - wieder ein Kompromiss mit dem man einfach leben muss.

Kontrolle/Einstellung der Saitenhöhe
Für die Kontrolle der Saitenhöhe verfährst du so: du schaust dir die Gitarre von der Seite an ohne einen Bund zu drücken. Mit einem Lineal misst du nun den Abstand, und zwar auf Höhe des 15. Bundes (es gibt auch Meinungen man sollte den 12. oder 17. nehmen - ist letztlich egal, der Unterschied in dem Bereich ist minimal).

saitenhoehe.jpg


Ich würde hier eine Höhe von ca. 3 mm empfehlen, da sich sonst eine Problemzone mit der Dämpfung auftut - die im Handbuch angegebenen 1,6 mm erscheinen mir illusorisch (wenn auch: sehr wünschenswert).
Die Saitenhöhe stellst du nun - separat für jede Saite - am Steg ein: für jede Saite gibt es zwei Schrauben, in die der kleine, mitgelieferte Imbusschlüssel passt:

hoehe.jpg


Die beiden Schrauben einer Saite sollten unbedingt die gleiche Höhe haben. Ferner ist darauf zu achten, dass der Hals der Squier einen leichten Bogen hat: die Saiten in der Mitte müssen also ca. 1mm höher liegen als die Außensaiten. Bisher scheint dieser Bogen ab Werk gut eingestellt zu sein. Achte also darauf, alle Seiten gleichermaßen niedriger/höher zu stellen. Im Ergebnis sollte sich ein Bogen ergeben, der der Wölbung der Bundstege entspricht. Du kannst auch jede einzelne Saite mit dem Lineal kontrollieren.

Auf jeden Fall ist zu testen, ob die Saiten ohne Schnarren durchschwingen können wenn du sie einzeln anschlägst, und zwar in jedem einzelnen Bund. Klingen sie nicht lange genug aus, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie bereits vom Dämpfer gebremst werden - dann bleibt erst einmal nichts anderes übrig, als die Saiten wieder höher zu legen. Ob der Dämpfer schon einen Effekt hat kann man einfach damit testen, dass man ihn mit dem kleinen Finger vor dem Anschlag richtig runterdrückt und den Klang vergleicht mit der normalen unteren Position.

#11
Frage: Nun habe ich das alles gemacht - und die Gitarre klingt ganz scheußlich! Was tun?
Antwort: Die Gitarre wieder neu stimmen, Du Depp :-) Jede dieser Aktionen oben greift in die Saitenphysik ein. Daher ist diese Reihenfolge ratsam:
1) Halsbiegung bestimmen und ggf. (durch den Fachmann) korrigieren
2) Saitenhöhe bestimmen und ggf. korrigieren
3) Stimmen
4) Oktavreinheit kontrollieren
5) finales Stimmen
danach musst du dich theoretisch um die ganzen Einstellungen nicht mehr kümmern sondern nur noch die Gitarre in regelmäßigen Abständen neu stimmen, siehe #6

#12
Frage: Ich habe alles eingestellt/befolgt, aber die Saitenanschläge werden immer noch nicht richtig erkannt. Was tun?
Antwort: Es gibt im Batteriefach noch eine Einstellmöglichkeit für die Sensitivität der einzelnen Saiten am Pickup - normalerweise solltest du aber über die Höhe des Pickups alles regeln können. Hilft das gar nicht, kannst du hinter dieser Abdeckung noch mal nachsehen:

Batterie.jpg


Hier ist auch zu erwähnen: die Mitarbeiter in Gitarrengeschäften KÖNNEN überhaupt keine Ahnung von der Midi-Elektronik der Squier haben (es sei denn, es war schon jemand vor euch da oder sie spielen selbst damit). Bedeutet: es besteht ein gewisses Restrisiko, dass Ihr Euch dort die Gitarre perfekt zum Spielen am Verstärker einstellen lasst - etwa die Tonabnehmerhöhe wirkt sich stark auf den Sound aus - ihr dann aber Probleme beim Spielen in RB3 bekommt. Das SOLLTE nicht der Fall sein, aber es kann nicht schaden sich an die Devise zu halten: know your gear. Beschreibt auch dem Fachmann darum eure Problematik sehr genau.

#13
Frage: Der Hals der Squier macht mir einen etwas klapprigen Eindruck - ist das normal?
Antwort, leider: ja. Da knarzt es ziemlich und der Hals ist relativ einfach zu verbiegen, so dass die Tonhöhe hörbar variiert. Tut dies bitte nicht um die fehlende Whammy-Bar auszugleichen - niemand weiß bisher, wie langzeit-robust dieser hohle Hals (dort ist die Elektronik eingebettet) der Squier ist. Je weniger ihr daran rumzieht, desto besser.

#14
Frage: Hey ich habe gehört, dass dickere Saiten total viel besser klingen, wie kann ich die wechseln?
Antwort: Lass es. Ehrlich jetzt. Dickere Saiten DÜRFEN laut Fender generell nicht auf die Squier. Spiel mal lieber erst ein Jahr, bevor du dir um so was Gedanken machst. Ausnahme: du moschst so hart, dass eine Saite reißt. Dies wäre entweder ein guter Moment, die Squier dann doch mal in einen Laden zu tragen (die freuen sich bestimmt auch mal so etwas futuristisches zu sehen) oder aber du wechselst die Saiten selbst. Dazu musst du zunächst einen komplett neuen Satz Saiten kaufen - es macht gar keinen Sinn, nur einzelne Saiten zu wechseln, da sie mit dem Alter auch ihren Klang verändern (neue Saiten klingen immer besser). Du besorgst also einen Satz Saiten die von Fender für die Squier zugelassen sind, entspannst die alten vollständig, friemelst sie aus dem Steg heraus und montierst die neuen entsprechend an. Dann vorsichtig und gleichmäßig alle Saiten nacheinander anziehen - also bloß nicht etwa als erstes die E-Saite voll spannen und Stimmen etc. - sondern immer schön alle ein Stückchen weiter bis sie alle etwa auf dem tiefen E sind. Dann kannst du nach dem Muster oben verfahren. Unbedingt wieder Biegung, Oktavreinheit und Saitenhöhe kontrollieren und bei Bedarf nachbessern - es kann gut sein, dass bei dem dünnen Hals der Squier bereits durch einen Saitenwechsel einiges durcheinander gerät. Insbesondere die Oktavreinheit musst du fast immer nachstellen.

#15
Frage: Na gut, jetzt habe ich das alles eingestellt - aber wie kann ich denn jetzt richtig Gitarre spielen?
Antwort: Dafür gibt es zwei Wege: entweder über einen klassischen Verstärker, oder über eine Software am PC/Smartphone/iPad, die diesen simuliert. Gute Verstärker gibt es ab ca. 80 Euro - die machen schon mächtig Krach, teilweise sind sie auch schon mit ganz ordentlichen Effektgeräten ausgestattet. Für Smartphones gibt es für sehr wenig Geld ziemlich gute Apps. GarageBand für das iPad gibt es bereits für 3,99 Euro: Du bekommt als Gegenleistung nicht nur Multieffektgerät und Amp-Simulation, sondern auch noch Aufnahmestudio, Drumcomputer, Synthesizer usw.usf. mitgeliefert. Aber auch für den PC/Mac gibt es entsprechende Lösungen, das Internet hilft.

Spaß macht dann dieser Aufbau: Die Squier per Midi an die Konsole anschließen, den Klang der Konsole in ein kleines Mischpult schleifen. Den Tonausgang der Squier in einen Verstärker oder eine App laufen lassen, diesen dann entweder auf die Lautstärke der Konsole anpassen oder auch ins Mischpult schleifen. Jetzt die Instrumentenspur in RB3 auf 0 drehen - fertig. Du hast dann RB3 sowie die anderen Instrumente als Begleitband, den Highway als Notenblatt und spielst selbst dazu Gitarre, als würdest du bei einer Aufnahme im Studio stehen - saucool!

Noch deutlich cooler ist jedoch: mit anderen ungetriggert in einer kleinen Band spielen. Die sich dabei entwickelnde Dynamik ist noch einmal etwas ganz anderes, wenn sich alle eingroovt haben und nicht von einer seelenlosen Maschine (Konsole) gesteuert sind.

#16
Frage: Boah, das ist aber alles kompliziert - jetzt habe ich Angst!
Antwort: Ja, aber wenn dann mal alles stimmt, hast du das gute Gefühl, nicht nur ein perfekt eingestelltes Instrument zu haben sondern auch noch zu wissen warum. Und was kann man mit diesem Wissen im Freundeskreis protzen!
Es gibt im Internet hierzu auch unzählige Videos in Videoportalen und anderen Seiten - immer daran denken: fast Alles, was für eine normale Fender Squier/Strat gilt, gilt jetzt auch für Euch. Unterschied ist nur: der Dämpfer, Erkennungsrate durch Höhe des Tonabnehmers und der instabilere Hals.

Rock on! :guitar:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon dr-pain82 » 7. Mai 2011, 15:02

rstockm hat geschrieben:#15
Frage: Na gut, jetzt habe ich das alles eingestellt - aber wie kann ich denn jetzt richtig Gitarre spielen?
Antwort: Dafür gibt es zwei Wege: entweder über einen klassischen Verstärker, oder über eine Software am PC/Smartphone/iPad, die diesen simuliert. Gute Verstärker gibt es ab ca. 80 Euro - die machen schon mächtig Krach, teilweise sind sie auch schon mit ganz ordentlichen Effektgeräten ausgestattet.

Wer es noch etwas günstiger probieren möchte, kann sich auch für ca. 33 Euro einen Micro-Verstärker von Marshall zulegen. Ich habe den zu Hause und für seine Größe und den schmalen Preis macht der schon einen guten Sound. Man sollte ihn vielleicht nicht auf einer Bühne verwenden, aber für eine kleine Hausmusik reicht der auf alle Fälle. Und hey, es ist ein Marshall Amp :-D Dazu gibt es einen eigenen Thread hier im Forum:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon BlackDragon » 8. Mai 2011, 19:21

rstockm hat geschrieben:#10
Kontrolle/Einstellung der Halsbiegung (Truss Rod)
Du kannst sehr schnell feststellen, ob die Halsbiegung okay ist: du greifst die tiefe E-Saite im ersten Bund sowie im letzten Bund. Nun schaust du seitlich auf die Saiten: es sollte sich in der Mitte des Halses ein wenig Spiel zwischen Bünden und Saiten zeigen, aber nicht mehr als ca. 1 mm:

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ACHTUNG: dies ist definitiv die Stelle, an der du die Gitarre am ehesten beschädigen kann. Daher immer nur 1/4 Drehungen vornehmen, kontrollieren, wieder weiter justieren - langsam in vielen Schritten, bis die Biegung stimmt. Meine Squier war hier von vornherein gut eingestellt, in einem solchen Fall sollte man es auch wirklich lassen, weiter rumzuprobieren. NOCH WICHTIGER: unbedingt vorher Spannung von den Saiten nehmen. Also wie oben: Spannung weg, justieren, Spannung drauf, kontrollieren, Spanung weg usw. bis es stimmt.


Vielleicht noch als Ergänzung: Entspricht die Halsbiegung 'big gap', dann entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Bei 'no gap' in Richtung Uhrzeiger.

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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon chrismuenster » 10. Mai 2011, 11:39

Moin,

erstmal vielen Dank für die tollen Tipps, sehr verständlich zusammengetragen :-) Ich werd jetzt versuchen, meine Squier auch erstmal selbst zurecht zu friemeln, mal sehen was da noch zu machen ist...bis jetzt bin ich noch nicht soo begeistert von der Gitarre, da ist meine Ibanez für fast den gleichen Kurs deutlich besser (hat aber natürlich keine Midi Eletronik verbaut)...auch das Dämpfen der Saiten stört mich doch mehr als ich gedacht hätte, vielleicht muß man sich da erstmal dran gewöhnen...
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 10. Mai 2011, 13:40

BlackDragon hat geschrieben:Vielleicht noch als Ergänzung: Entspricht die Halsbiegung 'big gap', dann entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Bei 'no gap' in Richtung Uhrzeiger.


Danke, habe ich mal oben eingebaut.
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon Teemaino » 10. Mai 2011, 23:05

rstockm hat geschrieben:
BlackDragon hat geschrieben:Vielleicht noch als Ergänzung: Entspricht die Halsbiegung 'big gap', dann entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Bei 'no gap' in Richtung Uhrzeiger.


Danke, habe ich mal oben eingebaut.


Wieviel Stunden hast du für den Text(Man kann es ja schon fast fachwissenschaftliche Arbeit nennen) gebraucht? :shock:

BTW: Mit mir haste jetzt volle SP :party:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 11. Mai 2011, 0:36

Recherche und im Kopf strukturieren etwa 2 Stunden, Bilder machen 5 Minuten. Das Runterschreiben ging dann relativ zügig, ich würde sagen vielleicht 90 Minuten mit Korrekturen.
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon karaokefreak » 13. Mai 2011, 11:41

Sehr geiles FAQ... !!
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RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 13. Mai 2011, 12:22

Danke, werde das aufgrund meiner Erfahrungen von gestern (3 Stunden Justagesession mit Studiobesitzer) noch mal erweitern.
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon landario » 13. Mai 2011, 14:07

Hallo zusammen,

erst mal ein Riesenlob für dieses FAQ.

Jetzt einfach mal meine Anfängerfrage.

Der Abstand der Saiten sollte zwischen 1,6 und 2 milimeter sein....sollte man dabei aber den Abstand vom Steg zur Saite oder den Abstand vom Bundstäbchen zur Saite messen ? Das kommt irgendwie für einen Laien nicht so klar rüber.

Vielen Dank schon mal für die Hilfe :-)


Gruss
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon Spawnilein » 13. Mai 2011, 14:10

Auf dem Bild ist eine Linie vom Bundstäbchen zur Saite.
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 13. Mai 2011, 14:18

wie ich aber am WE noch schreiben werde, sind diese 1,6-2mm nicht realisierbar aufgrund verschiedener Faktoren. Es werden eher 3mm sein auf die es sich einpendelt. Ich bitte noch um etwas Zeit bis Samstag, dann werden einige der Punkte oben noch mal konkretisiert. Etwa: die im Squier-Handbuch angegebene Drehrichtung ist WIRKLICH falsch :shock:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon dr-pain82 » 13. Mai 2011, 14:47

rstockm hat geschrieben:Etwa: die im Squier-Handbuch angegebene Drehrichtung ist WIRKLICH falsch :shock:

Und da denkt man, die Jungs produzieren Qualität... :ohno:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 13. Mai 2011, 15:13

So, da sonst vielleicht Schaden entsteht, habe ich schon mal die wichtigsten Erkenntnisse von gestern oben einfließen lassen. Für alle die den Artikel schon gelesen haben habe ich die neuen/geänderten Passagen fett formatiert, das nehme ich dann am Sonntag wieder raus.
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon dr-pain82 » 13. Mai 2011, 15:24

Super Arbeit die du hier immer wieder fürs Board unternimmst! Eine kleine Anmerkung kann ich mir als Wiki-Möger nicht verkneifen: Hätten wir jetzt ein Wiki, würde man alle Änderungen jederzeit nachschauen können :popcorn:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon ssuchi » 13. Mai 2011, 17:14

rstockm hat geschrieben:Entspricht die Halsbiegung eher dem 'big gap', dann Richtung Pickup drehen. Bei 'no gap' in Richtung des Batteriefaches. VORSICHT: nach unserem aktuellen Kenntnisstand ist dies das GEGENTEIL dessen, was im Squier-Handbuch beschrieben steht, aber von mittlerweile mehreren Profis bestätigt.


Ihr treibt mich in den Wahnsinn, was ist denn jetzt schon wieder "in Richtung Pickup" und was in "Richtung Batteriefach"?

Wenn ich dich jetzt richtig verstehe sagst du "big gap", bedeutet zu hoher Abstand zwischen Saiten und Bundstäbchen in der Mitte des Halses, bedeutet Saiten biegen den Hals zu stark: lässt sich korrigieren durch drehen in "Richtung Pickup", bedeutet drehen nach links gegen den Uhrzeiger-Sinn?

Das ist dann aber genau wie im Handbuch beschrieben. Dort gibt es ein Bild von 'big gap' das mit 'Convex' untertitelt ist. Darüber steht

If the neck is too convex, insert wrench and turn it counter-clockwise.


Das wäre also IDENTISCH, nicht das GEGENTEIL. :professor:
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon BlackDragon » 13. Mai 2011, 17:55

Mir wird schwindlig. :birne:

Ich kann nur noch mal bestätigen, dass es bei meiner Squier einwandfrei wie im Handbuch beschrieben funktioniert hat. Die Halsform und die Saitenlage sind seitdem perfekt und ich musste auch nichts mehr nach korrigieren. Und wie ssuchi schon sagt, ist die neue Erkenntnis das gleiche wie im Handbuch.

Gibt es hier Unterschiede in der Serie? Das wäre fatal. Und das Fender ausgerechnet an dem Punkt im Handbuch schlampt?

Wie dem auch sei, sollte ich hier was falsches gesagt haben, dann entschuldige ich mich schon mal und halte mich zurück bis gesicherte Erkenntnisse zu Tage treten.

Edit: Grade eben einen Newsletter von PPV bekommen: http://www.ppvmedien.de/Guitar/Buecher/Guitar-Service-Manual::11337.html?newsletter=Endkunden/2011/KW_19/Guitar_Service_Manual
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon landario » 16. Mai 2011, 11:38

Hallo zusammen,

auch wenn ich in Gefahr gerate zu nerven...

Der Abstand der Saiten sollte zwischen also 3 milimeter sein....sollte man dabei aber den Abstand vom Steg zur Saite oder den Abstand vom Bundstäbchen zur Saite messen ?

Das wurde bisher nocht nicht klärend beantwortet....auf dem Bild sieht es so aus, als ob der Abstand vom Bundstäbchen gemessen wird.

Bei mir ist es derzeit so, wenn ich den Dämpfer zum RB3 spielen aktiv habe, dass die Saiten richtig in den Schaumstoff einschneiden...ist das so ok oder ein eindeutiger Indikator, dass die Saiten zu tief sind....

Vielen Dank schon mal für die Hilfe :-)

Gruß
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon dr-pain82 » 16. Mai 2011, 11:45

Der Abstand wird zwischen Bundstäbchen (dort wo die Saite später aufliegt) und Unterseite der Saite gemessen (also weder Mitte noch Oberseite). Der Abstand entspricht genau der "Luft", die zwischen Saite und Bund liegt.
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Re: RB3 Fender Squier Stratocaster - FAQ und erste Hilfe

Beitragvon rstockm » 16. Mai 2011, 12:28

... und das Einschneiden des Schaumstoffs muss ja sein, sonst wird nix gedämpft.
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