Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgrades

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Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgrades

Beitragvon rstockm » 19. September 2010, 12:57

Ich schraube nun seit Monaten an meinen Logitech Drums herum und habe jetzt einen Stand erreicht von ich (vorläufig) sagen würde: fertig.
So sieht mein Logitech jetzt aus:

_MG_4492.jpg
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_MG_4493.jpg
_MG_4493.jpg (429.86 KiB) 8523-mal betrachtet


Bei den Umbauten und Erweiterungen waren vier Ziele zu erreichen:
1) Das Spielgefühl soll bei jedem Umbau mehr in Richtung "echtes Schlagzeug" gehen. Dies betrifft sowohl Positionierung (Abstände, Höhe) als auch Rebounce-Verhalten.
2) Der "Footprint" des Logitech soll nicht erhöht werden, sprich es darf nicht größer werden. Auch "WAF - womens acceptance factor" genannt.
3) Es muss bei jedem Umbau eher leiser als lauter werden.
4) Die Umbauten dürfen (auch in der Summe) nicht so viel kosten, dass es wirklich ins Geld geht und man sich besser gleich ein richtiges e-Drumkit holt (ab 400 €).

Insgesamt besteht der Aufbau aus acht Erweiterungen. Einige wurden von mir schon hier im Forum beschrieben, andere - wie die Fußmaschine - sind neu. Die Erweiterungen im Einzelnen, in der Reihenfolge ihres (m.E.) sinnvollen Aufbaus und mit ansteigendem Preisniveau:

1 - Erweiterung des Platzes für alle Pads
Diesen Mod habe ich schon zwei Tage nachdem ich mein Kit hatte durchgeführt und hier gepostet:
viewtopic.php?f=7&t=251#p1773
Die Verbesserung ist schnell mit Hilfe eines einzigen Kreuzschraubenziehers durchzuführen, bringt eine Menge und kostet gar nichts. Die Stabilität wird nachweislich in keiner Weise beeinträchtig. Meiner Meinung nach DER Pflicht-Mod für jeden Logitech-Besitzer. Ironischerweise könnte ich genau diesen jetzt wieder bei mir zurückbauen, da ich das Problem des zu engen Aufbaus mit dem FlyOut-HiHat gelöst habe - aber dazu später.
Kosten: 0 €

2 - Positionierung der Pads
Dieser Mod behebt das Problem, dass die Standard-Anordnung der Pads des Logitechs - zumindest so, wie es beworben wird - so ziemlich die denkbar schlechteste ist. Genrationen von PlasticRockern werden hier von der Industrie systematisch verdummt. Der Vergleich ist treffend: mit dem Standard-Aufbau spielen ist in etwa so wie Gitarre mit den Füßen spielen. Die Lösung ist mit wenigen Handgriffen gefunden:
viewtopic.php?f=7&t=968#p16175
zu dem generellen Thema "warum werden die Massen verdummt in Bezug auf Drums" habe ich mich schon umfassend ausgelassen, Neulinge im Thema können es hier nachlesen:
viewtopic.php?f=7&t=106
Kosten: 0 €

3 - Anpassung der Gestellhöhe (optional je nach Körpergröße)
Der in 2 gezeigt Aufbau führt dazu, dass die Snare relativ tief unter der Querstange positioniert ist. Bei meiner Körpergröße (190) zu tief - auch wenn das Kit auf maximale Höhe gebracht wurde, liegt sie nicht mehr über dem Knie. Die Lösung hierfür war sehr hemdsärmelig: einfach Holzklötze mit Panzertape unter den Füßen des Kits festkleben.

Lightroom1.png
Lightroom1.png (935.58 KiB) 8523-mal betrachtet


Simpel, aber funktional, man kann dabei gleich noch den Neigungswinkel anpassen falls nötig.
Kosten: 3 € (Panzertape)

4 - Schwenkbarer "FlyOut" Ständer für das HiHat und Austausch des gelben HiHat Pads
Dieser Mod ist in der Konstruktion schon etwas aufwändiger, bringt dafür aber eine ganze Menge und ist finanziell noch sehr im Rahmen. Das Grundärgernis, auch meines Aufbaues in (2) ist, dass man zwar im Ansatz gekreuzt spielen kann - jedoch nicht so dynamisch, locker und unverkrampft wie auf einem echten Schagzeug, da das HiHat nicht weit genug seitlich neben dem Körper/der Snare liegt. In meinen GuitarHero-Kit Zeiten hatte ich das mit einem separaten Ständer gelöst:

viewtopic.php?f=28&t=24
Nun man wir älter und bequemer, und so ein separater Ständer erhöht den Footprint ganz erheblich. Zudem fing er immer an zu wandern. Eine bessere Lösung findet man an allen professionellen eDrum-Kits, nämlich Halterungen die seitlich aus dem Standardgerüst herausragen. Meine Konstruktion nutzt hierfür einen meiner beiden, im Video oben rechts zu sehenden Ständer, der einfach auseinandermontiert und anders zusammengeschraubt wurde:

_MG_4484.jpg
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Grundlage war dieser Gesangsständer mit Galgen von Thomann:
Bild
http://www.thomann.de/de/millenium_ms2005_mic_stand.htm

für 9,90 €. Hätte ich den aber nicht ohnehin übrig gehabt, würde ich das heute anders bauen. Wenn man nämlich im Detail hinschaut

_MG_4486.jpg
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_MG_4488.jpg
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sieht man, dass hier eigentlich nichts sauber zueinander passt, überall wird getapet, geschraubt und gequetscht. Es funktioniert jetzt dennoch ganz solide und ist auch schön schwenk/justierbar, aber eigentlich sollte man lieber gleich so etwas hier kaufen:

Bild
http://www.thomann.de/de/millenium_cbc2 ... lammer.htm

Und 13 € für einen Beckenarm sollten noch drin sein.

Update: man soll ja nichts empfehlen, was man nicht auch selbst im Einsatz/getestet hat. Daher hier jetzt der Aufbau mit ebendem Beckenarm + MPS200, hält bombensicher im Logitech und ist sehr variabel einstellbar:

sPhoto1.jpg
sPhoto1.jpg (280.92 KiB) 8318-mal betrachtet


Meines Erachtens sollte man dann gleich auch ein neues Becken dazu nehmen, ich habe das MPS200:
http://www.thomann.de/de/millenium_mps2 ... en_pad.htm für 29 €. Das die original Logitech Pads schon nach sehr kurzer Zeit anfangen in den Halterungen rumzuwackeln, Crosststalk produzieren, laut und hart sind und darüber hinaus keine Augenweise, sollte bekannt sein. Da man ca. 70% der Zeit an einem Schlagzeig auf dem HiHat werkelt, wäre dies daher meine klare Empfehlung für ein Upgrade. Natürlich kann man hier auch wesentlich mehr Geld investieren, die Auswahl ist groß:
http://www.thomann.de/de/cat.html?gf=e- ... ads&oa=pra
Die Roland CY8 etwa haben einen sehr guten Ruf, kosten aber auch schon mehr als das Doppelte.
Zu beachten ist noch, dass all diese Pads einen großen Klinkenstecker haben, man also noch einen Adapter einplanen muss.

Kosten: FlyOut-HiHat Ständer ca. 13€ , neues HiHat Pad ab 30 €, Adapter 5 €

5 - echte Fußmaschine
Über eins ist man sich sowohl im RockBand als auch GuitarHero Universum einig: die Fußschalter für die Bassdrum taugen allesamt nichts, die Frage ist nur welcher der allerschlimmste ist. Das ist insofern erstaunlich, als dass die Abhilfe eigentlich nicht weit liegt: warum nicht einfach eine richtige Fußmaschine nehmen. Der einfache Weg führt hier wieder über den Versandhandel, dort gibt es komplette Lösungen ab 40 €:
http://www.thomann.de/de/cat.html?gf=e- ... ads&oa=pra
Allerdings fangen wohl ernst zu nehmende Lösungen eher um 100 € an, und da hört der Spaß ja wieder schnell auf. Mein Ansatz war daher ein anderer: a) Fußmaschine gebraucht bei eBay ersteigern und b) selber die Schlagfläche bauen. Gesägt, tun getan.
a) ist simpel: rund um die Uhr werden gute Fußmaschinen bei eBay für unter 10 € versteigert. Der Verschleiß dürfte sich in Grenzen halten, ich habe nach vier Stunden Beobachtung ein Einsteigermodell von Millenium für 7,5 € ersteigert - völlig ungenutzt und originalverpackt. Das scheint mir derzeit völlig ausreichend zu sein, Neupreis wohl um 40 €. Wenn es irgendwann auseinanderfällt oder ansonsten nervt: das kann man problemlos austauschen da die Anschlüsse alle normiert sind.
b) ist kniffliger. Ich gehöre zu den vermutlich vielen, die von GHWT zum Logitech gekommen sind: entsprechend hatte ich noch Pads übrig. Ich habe mich schnell dafür entschieden eines der Beckenpads zu nehmen, da es leichter, einfacher zu montieren und genügend sensibel ist. Herausgekommen ist:

_MG_4479.jpg
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Und das hat schon viel schönes. Verwendet wurden zwei große Stahl-Lochplatten aus dem Baumarkt mit einem passenden Winkel sowie eine Menge Schrauben. Für die Befestigung der Fußmaschine wird jeder seinen eigenen Weg suchen und finden müssen - ich habe aus alten Eisenteilen einfach etwas zusammengeschraubt, die Lochplatten bieten hier ja genügend Möglichkeiten:

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Das hält bombenfest. An der Unterseite habe ich kleine Widerhaken montiert für meinen Teppich, damit nichts rutscht:

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Das Spielgefühl ist schon sehr berückend, der Klang angenehm dumpf und leise. Das Pad federt etwas durch die Stahlplatte, was m.E. aber dem natürlichen Rebounce einer Bassdrum durchaus nahe kommt.
Hier sind natürlich diverse Alternativen denkbar - etwa einfach einen Piezo-Sensor bei Conrad kaufen und in einer gedämpften Schicht auf die Lochplatte Montieren etc. Aber ich hatte das Pad eh auf dem Dachboden - wie vielleicht viele von Euch auch - und dann ist man sehr schnell ohne viel Frickeln fertig mit der Konstruktion. Die Sensitivität scheint mir gut zu sein, hier muss aber erst mal ein Langzeittest her.

Kosten: Fußmaschine bei eBay 7 €, Stahlwaren aus Baumarkt 10 €, altes GHWT Pad 0 bis 20 €

6 - Snare mit Mesh-Fell
Neben HiHat und Bassdrum ist die Snare das meistbespielteste Utensil eines Drumkit, und da wollte ich Abhilfe haben. Ich bin den leichten Weg gegangen: das Roland PDX-8 ist das Feld-Wald-undWiesen Snarepad für eDrums der mittleren Preisklasse. Es kann den Randbereich (Rim) erfassen (was kein PR-Spiel interessiert) und hat als Schlagfläche ein schönes, weißes Mesh-Fell. Dessen Größe entspricht exakt denen des ION und Logitech, man erhält also nicht mehr Spielfläche (was ich verschmerzbar finde, aber hier ist sicher noch Erweiterungspotential). Das Pad kostet neu 170 €, und das mehr als das normale Logitech zumeist kostet. Ich hatte das Glück, ein gut erhaltenes für einen fairen Preis hier aus dem Forum zu ersteigern, eBay ist hier wenig ergiebig: wer so etwas einmal hat, behält es zumeist. Es bietet zwei eklatante Vorteile: es ist wesentlich leiser als die normalen Pads, und hat einen unfassbaren Rebounce. Der ist würde ich schätzen um mindestens den Faktor 3 größer als bei den normalen Pads, was völlig neue Schlagtechniken ermöglicht.
Die Montage ist etwas frickelig, da die Querstange des Logitech zu klein ist - aber mit meinen geliebten Panzertapes sind das ja alles lösbare Probleme:

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_MG_4490.jpg (391.56 KiB) 8523-mal betrachtet


Eine Alternative wäre, selber Mesh-Felle auf die Logitech (oder ION) drums zu ziehen. Das haben schon einige gemacht, ich würde mich hier SEHR über eine Schritt-für-Schritt Anleitung hier im Forum freuen. Die Frage wäre, wie sich das dann in Sachen rebounce zum Roland verhält.

Kosten: ab 80 € aufwärts. Mesh-Mod: unbekannt.

7 - Dämpfung des Trittschalls
Hat nichts mit dem Kitt selbst zu tun, hilft aber beim Nachbarn: möglichst wenig Vibrationen sollen an den Untermieter weitergegeben werden. Ich habe mich hier für eine sehr schlichte Variante entschieden: ein dicker Teppich, unter den noch mal eine dicke Isomatte gelegt wird:

_MG_4492.jpg
_MG_4492.jpg (588.52 KiB) 8523-mal betrachtet


Scheint mir seinen Zweck gut zu erfüllen. Alternativ kann man sich ein richtiges Drum-Podest bauen, eine Variante hat Sefie hier vorgestellt:
viewtopic.php?f=7&t=541

Kosten: variabel ab 5 € (Isomatte)

8 - Haltung der Sticks (!!!)
Dieser Punkt hätte auch gut die 0 sein können: damit sollte man in der Tat anfangen, bevor man irgend etwas anderes modded oder zukauft. Es steht und fällt alles damit, die Sticks locker und richtig zu halten und zu spielen. Das scheint vielen Menschen außerordentlich schwer zu fallen - ich gebe immer wieder kleinere Übungsstunden an meinem Drumkit für Neulinge, und dafür geht schon die erste Stunde drauf :shock:
Im Wesentlichen geht es hierdrum:



Das ist wohl wirklich die Voraussetzung, um auf irgendeinem Drumkit Spaß zu haben.

Ich hoffe diese Übersicht war ein wenig hilfreich für Neulinge zu dem Thema, insbesondere wenn man nicht durch zig verschiedene Thrads hier Forum wühlen möchte.
Happy drumming! :drums:
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon MSFett » 19. September 2010, 13:08

Irre, sehr geiler Bericht. Bin jetzt nur drüber geflogen weil wenig Zeit, aber heut abend schau ich mir das noch genauer an! Vor allem die Fussmaschine interessiert mich.
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Sefie » 19. September 2010, 13:12

Sehr schöner Guide!
Zum Mesh Mod wede ich mich zu gegebener Zeit äußern, aber bislang hatte ich weder Zeit noch Geld das umzusetzen. Geplant ist er jedoch noch.
Was mich mal interessieren würde: Die Energie geht beim echten Kick Pedal ja stärker in die Horizontale als die Vertikale. Hat das Auswirkungen auf das Niveau des Trittschalls?
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Insane0881 » 19. September 2010, 14:01

Danke für deinen super Bericht. :pray:

Das mit der Fußmaschine finde ich total interessant und habe deshalb auch direkt mal bei ebay geschaut.
In 5 Tagen bin ich dann hoffentlich auch endlich besitzer einer guten Maschine.
Lieber hätte ich ja ne Doppelfußmaschine aber da sind die Preise ja mal heftig :shock:
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon rstockm » 19. September 2010, 18:14

Sefie hat geschrieben:Was mich mal interessieren würde: Die Energie geht beim echten Kick Pedal ja stärker in die Horizontale als die Vertikale. Hat das Auswirkungen auf das Niveau des Trittschalls?


Hm, bin mir nicht sicher. Habe jetzt eine Stunde lang Interpol gespielt: ich hatte bisher doch noch unterschätzt, welchen Spaßfaktor so eine echte Fußmaschine bringt. Der "Rumms" ist wirklich beachtlich, das erdet plötzlich das eigene Spiel auf hard und expert ganz anders.
Auch wenn viel Energie nach vorn statt nach unten gelagert wird: die Kräfte sind durch den langen Hebel um ein vielfaches über dem, was die normalen runtertret-Schalterchen produzieren. Daher würde ich vermuten, dass unten etwa gleich viel ankommt.

Sehr erstaunlich: man fängt nach kurzer Zeit an, ganz anders auf der Bassdrum zu spielen - federnder, wippender, dynamischer, entspannter. Es ist nicht ganz einfach zu beschreiben, aber beispielsweise: auf den runtertret-Pads muss man liniear nach unten durchdrücken in einer längeren, gleichmäßigen Bewegung. Auf der Fußmaschine reicht es, am Anfang einen knackigen Impuls zu setzen, und damit den Knöppel auf die Reise zu schicken - der wummst dann ganz von allein gegen das Pad, federt zurück wo er den nächsten kurzen Impuls bekommt. Damit lassen sich plötzlich Passagen lösen, für die ich dachte eigentlich eine Doppel-Fußmaschine zu brauchen. Sehr, sehr cool.

Da der Aufwand ja wirklich überschaubar ist ändere ich mein Verdickt von "schon wichtig" in "must have" :party:
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon dr-pain82 » 19. September 2010, 19:50

Echt super Beitrag. Wenn ich jetzt einen Flattr-Account hätte und hier ein Flattr-Button wäre, ich würde ihn drücken ;-)
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Sefie » 19. September 2010, 20:29

Ich hab übrigens mal über deinen Cymbal-Arm nachgedacht und folgendes Provisorium gebaut:
CIMG1102b.jpg

Federt zwar etwas, ist aber etwa so genau, wie fest montiert, hat fast den gleichen Rebounce und liegt von der Position besser.

Und das beste: Da das der Rest von einer defekten (geschmolzenen) Schreibtischlampe ist hat es mich keinen Cent gekostet.

Das Pedal hab ich auch grundsätzlich gefixt, aber jetzt hat es nicht mehr den Kick, den es vorher hatte... Mal sehen, was die Haushaltskasse nächsten Monat sagt. Evtl besorge ich mir dann ja ein Kick Pedal, eine Cymbal und ein paar Meshes, wenn die Squier dann immer noch kein Datum hat.
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Eggy » 19. September 2010, 21:07

schöner bericht. aber nochn kurzer hinweis zu den empfohlenen becken: das roland cy-8 funktioniert an logitech und ion mehr schlecht als recht, da nur auf der spielfläche ein piezo ist, am rand hingegen ein schalter. somit muss man immer auf der (weniger gepolsterten) spielfläche spielen, wodurch es lauter ist und man weniger rebound(imo klingt rebounce total falsch, lol^^) hat. da sollte man besser ein roland cy-5 nehmen, das hat an rand und spielfläche nen piezo ist ist noch dazu nen zehner günstiger. aber dafür auch kleiner.
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Daniiceman » 1. Oktober 2010, 12:37

Erstmals danke für den tollen Bericht. Die Fussmaschine wird mein nächstes Projekt....
Hatte auch Probleme mit gebrochenen Cymbals, anbei mein Mod, vielleicht kann ich damit Aerger verhindern...
Habe einfach aus einem alten Motorrad-Reifen ein Stück Gummi zugeschnitten (ca. 16x3cm).
Das Ganze einmal gefaltet und mit einer fetten Schlauchbride am Gestänge des Beckens befestigt.
Das Cymbal kann immer noch federn und wird vom Gummi abgestützt, so ist das Brechen des Beckens fast unmöglich.
Spiele jetzt seit 3 Monaten so (Hard/Expert) und hatte keinerlei Probleme mehr (klopfe doch ordentlich drauf :rockdahouse: )
Hoffe s'hilft!
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon MSFett » 1. Oktober 2010, 12:41

HAHA geile Idee, da muss man erstmal drauf kommen. Bin gespannt wie sich das bewähren wird!

:rockdahouse: :mrgreen:
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Daniiceman » 1. Oktober 2010, 12:48

Die Cymbals brechen meistens alle am gleichen Ort, an der schmalsten Stelle.
Mit dem Mod wird genau diese Stelle und zusätzlich das Gewinde stark entlastet, trotzdem federt dass Ganze noch. Wichtig ist ab und zu die Schrauben nachzuziehen, falls nötig
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Bigberta888 » 1. Oktober 2010, 15:18

hab meine Heute erstmal fest bekommen, das die sich nicht mehr seitlich wegdrehen...war garnicht so einfach da klebeband um das Rohr zu lassen wenn man das durch die Öffnung der Halterung bekommen will, ein kleiner Schraubenzieher wirkt da Wunder.
Hab heute auch die Bumpons bekommen die unter das Fußpedal geklebt(selbstklebend) das steht jetzt erstmal wie ne 1 (vorrausgesetzt man hat kraft auf dem Pedal)

Heute such ich mir nen Fahrradreifen und werde mal den Mod noch nachmachen.
Sieht auf jeden Fall viel versprechend aus.
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon rstockm » 1. Oktober 2010, 15:46

Daniiceman hat geschrieben:Habe einfach aus einem alten Motorrad-Reifen ein Stück Gummi zugeschnitten (ca. 16x3cm).
Das Ganze einmal gefaltet und mit einer fetten Schlauchbride am Gestänge des Beckens befestigt.
Das Cymbal kann immer noch federn und wird vom Gummi abgestützt, so ist das Brechen des Beckens fast unmöglich.


Sehr schöne Konstruktion, gefällt mir ausgesprochen gut! Hat das Auswirkungen auf die Erkennungsrate?
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Daniiceman » 1. Oktober 2010, 16:02

rstockm hat geschrieben:
Daniiceman hat geschrieben:Habe einfach aus einem alten Motorrad-Reifen ein Stück Gummi zugeschnitten (ca. 16x3cm).
Das Ganze einmal gefaltet und mit einer fetten Schlauchbride am Gestänge des Beckens befestigt.
Das Cymbal kann immer noch federn und wird vom Gummi abgestützt, so ist das Brechen des Beckens fast unmöglich.


Sehr schöne Konstruktion, gefällt mir ausgesprochen gut! Hat das Auswirkungen auf die Erkennungsrate?

Bin mir nicht ganz sicher was Du genau mit 'Erkennungsrate' meinst. Zum spielen fühlen sich die Becken ein wenig härter an. Sie federn nicht so fest wie im Originalzustand. Wie gesagt, spiele auf schwer, teils profi und hab keinerlei Probleme
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon rstockm » 1. Oktober 2010, 16:35

Gement waren die bekannten Fehlerbilder ausgeleierter Logitech-Becken wie doppelt oder nicht erkannte Hits.
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Daniiceman » 1. Oktober 2010, 16:55

rstockm hat geschrieben:Gement waren die bekannten Fehlerbilder ausgeleierter Logitech-Becken wie doppelt oder nicht erkannte Hits.

Wenns Fehler gibt, bin leider immer ich die Ursache ;)
Dein Logitech ist ja geil.....werd fast neidisch...
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Insane0881 » 1. Oktober 2010, 17:32

Ich glaub ich probier das auch mal , da mein becken schon richtig viel spiel hat und höllich laut ist.
Das andere Becken ist ja leider kaputt, wird aber an die Fußmaschine gebaut.

Zum Glück ist mein Chef Motorradfahrer und Sammler , daher liegen auf der Firma noch ein paar alte Reifen rum. :headhammer:
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon rstockm » 1. Oktober 2010, 17:49

Werde das morgen auch mal mit einem Fahrradschlauch nachbauen, bin schon sehr gespannt.
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Re: Sammelthread Logitech Drums: sinnvolle u. günstige Upgra

Beitragvon Sefie » 1. Oktober 2010, 18:08

rstockm hat geschrieben:Werde das morgen auch mal mit einem Fahrradschlauch nachbauen, bin schon sehr gespannt.

Wenn, dann nimm nen Mantel, mim Schlauch wirst du nicht weit kommen - allerdings vermute ich einfach mal, dass du den eh meintest ;)
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Beitragvon Daniiceman » 1. Oktober 2010, 22:44

Der Fahrrad-Gummi ist sicher die einfachste und sauberste Lösung. Ihr könnt Euch ja denken was für ne Schweinerei es gibt nen Motorrad-Gummi mit der Flex zu zerschneiden. Ich war komplett voll Gummi-Teilchen und ab und zu wurde es ganz schön heiss....Der Fahrrad-Gummi wär natürlich auch ein wenig weicher
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