DWSK Phase Shift

Rund um Musikspiele, die keiner der beiden großen Serien zugeordnet sind

DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 27. Mai 2013, 13:24

Evtl. kennt die eine oder der andere schon dieses Programm, welches es momentan wohl ausschließlich für Windows gibt. Ich bin durch ein anderes Forum darauf aufmerksam geworden, und wollte euch hier nur mal kurz meine – bisher nur wenigen – Erfahrungen zu berichten. Ich gehe nicht auf alle Details ein, sondern nur auf die Besonderheiten und Schwierigkeiten, die ich damit hatte bzw. habe.

Generell: Mich interessieren ja nur die Drums, und dort insb. der Übungsmodus. Ich spiele so realitätsnah wie möglich (Halbplayback: Instrumentenspur aus; Drumsounds über das Drum-Modul), d.h. mit o/c HH wo gechartet und sinnvoll. Ich verwende also entsprechend viel Zeit, um mich in ein bestimmtes Stück einzuarbeiten, d.h. insb. die Cymbals herauszuhören. Ich versuche Ride, Crash und o/c HH aus dem Drum-Stem gedanklich zu extrahieren und möglichst so zu spielen, daher ist der Rand an meinem Ride auch mit Crash-Sound belegt, und ich habe auf der linken Seite meines Sets (Roland TD11) ein zusätzliches gelbes Crash. Von der Ergonomie her wäre dort noch zusätzlich ein grünes Crash sinnvoll, aber das kommt evtl. später.

Was macht PS, bzw. wie nutze ich es? PS ist im Grunde ein verbesserter RB/ GH-Clone. Durch den nicht-kommerziellen Anbieter DWSK ergeben sich aber mehr Möglichkeiten, und Features, die die Community schon immer vermisst hat, konnten, können, könnten dort integriert werden. Das Hauptargument für PS ist für mich der verbesserte Übungsmodus! Dort kann man nämlich die Geschwindigkeit (OHNE das der Song ausgeblendet wird) zwischen 5 und 100% in 5%-Schritten einstellen. Außerdem kann man pausieren, ohne dass sich das Menu vor dem Chart breit macht. Weiterhin hat man eine A-B-Repeat-Funktion, in der man beliebig kurze Abschnitte wiederholen kann.

Es gibt weiterhin noch einen Real-Drum-Modus, bei dem o/c-HH, HH-Pedal und halboffene-HH auf der gelben Lane gechartet werden können. Das macht natürlich nur Sinn, wenn es der Charter so auch umgesetzt hat.

Und da sind wir auch schon beim „Problem“, der Musikverfügbarkeit. Nach Installation von PS hat man so ca. 30 Songs; alles natürlich Geschmackssache… aber von meist nicht so bekannten Bands. Aber die stellen dann wenigstens Stems zur Verfügung, wobei die Verfügbarkeit von Stems für kommerzielle Musik wohl eher gegen Null gehen dürfe.

Es gibt weiterhin Tools um sich seine eigenen Songs zu charten, was jedoch m.E. recht aufwändig ist und Ausgangsmaterial sind dann eben MP3-Files, nicht Stems. Der z.B. Instrumententrack ist dann eben nicht ausblendbar.

Als Quelle von gesplitteten Tracks bleibt – genau – Rock Band bzw. Guitar Hero. Auch hier nur ganz kurz; ja, man kann sowohl Charting als auch Stems der beiden Serien in PS nutzen. Wie das funktioniert, ist nicht so schwierig heraus zu bekommen, sollte aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich gebe hier keinen Hinweis oder Anstoß Urheberrechte zu umgehen… Nur macht es PS evtl. für die eine oder den anderen vor diesem Hintergrund (erst) interessant(er)…

Die Installation lief unproblematisch. Nachdem man PS das erste Mal startet, drückt man z.B. „r“ auf dem Keyboard. Man muss dann ein Profil anlegen und kann allerlei Einstellung definieren. Die Schwierigkeit für mich war dann die Drums zum Laufen zu bekommen.

Da die für mich am interessantesten RB-Charts ja bzgl. HH gelb/ blau gechartet sind, hab ich mich vom Thema „Real-Drum“ zunächst mal verabschiedet. Ich hab’s mit meinem TD11 auch nicht zum Laufen bekommen, da bei dieser Einstellung (und entsprechendem Chart aus PS natürlich) kein Hit beim gelben Cymbal erkannt wurde. Im Grunde kann man ein normales E-Drum per Midi-USB oder USB-USB anschließen und dann CC#4 oder Alternative Kit auswählen, aber bei mir eben nicht mit dem gewünschten Erfolg.

Wichtig zu wissen: Real-Drums funktionieren nur per Keyboard-Controller. D.h. wenn man z.B. einen Midi-Pro-Adapter anschließt, kann man zwar das Game komfortabel über den Controller steuern, aber Real-Drum funzt dann nicht, da der Midi-Pro-Adapter ja kein o/c-HH kennt… Achtung, das ist jetzt alles ziemliches Halbwissen, da ich da eben auch keine Zeit mehr investiert habe…
Wichtig war für mich: Ich habe die Midinoten im Drum-Modul entsprechend dem, was RB normallerweise erwartet, eingestellt. Also z.B. Rim und Fläche des Snare-Pads beide auf 38; HH-Pedal auf 0; closed HH Rand und Fläche auf 22(?, eben gelb); open HH Rand und Fläche auf 51 (blau). Ich hab auch den Midi-Pro-Adapter angeschlossen, da das navigieren per Keyboard einfach ätzend ist. Der Midi-Pro ist an einen aktiven USB-Hub meines Laptops angeschlossen und das TD11 ebenfalls.

Nachdem ich dann die RB3-Theme in PS installiert und etwas modifiziert habe (V-Sync, Buffer, Antialiaising etc. alles deaktiviert) ging’s dann auch schon los… ;-) Ach ja, Delay noch einstellen, aber das ist mit dem mitgelieferten Track recht easy und funzt gut.

In der Summe: Ein Song, den ich in RB3 spiele, spielt sich ähnlich gut auch in PS. Da PS 7 Lanes hat (Advance Drum, Expert) muss man sich an die getrennte (Cymbals und Toms auf separaten Lanes) und damit etwas kleinere Darstellung erstmal gewöhnen. Etwas nervig finde ich, dass die gesamte Lane beim Tritt auf das Kick-Pedal kurz nach unten geht… sieht aus als würde das Bild kurz ruckeln und wäre schön, wenn das abzuschalten ginge. Wie hab ich aber noch nicht rausgefunden.
Weiterhin ist auch im Übungsmodus der dusselige Overdrive aktiv. D.h. es kommt dann in regelmäßigen Abständen das grüne Klötzchen und macht das Chart unübersichtlich.

Wenn man die o.g. Probleme noch beheben könnte, wäre PS ein perfektes Übungstool für mich. Der Sound ist top und das Umschalten von open auf geschlossene HH (und umgekehrt) funzt besser als in RB3. Ich habe parallel zu RB ja immer eProDrums laufen, was eben genau das verbessert. Nur mit PS hab ich eProDrums auch noch nicht zum Laufen bekommen, da PS dann ja auf die Midi-Daten nach (!) eProDrums zugreifen müsste, und ich weiß nicht, ob das überhaupt machbar ist.

Wenn’s hier jemanden interessiert, beantworte ich gerne Fragen oder kann zumindest auf die entsprechenden Foren verweisen. Ich bin selbst noch recht neu in dem Thema, daher bitte das Geschriebene als meinen pers. Eindruck verstehen, nicht als Anleitung. Aber ich denke PS hat Potenzial, gerade jetzt wo der RB-DLC eingestellt wurde und bis RB4 wahrscheinlich noch etwas Zeit ins Land geht.
Zuletzt geändert von BongoKarl am 27. Mai 2013, 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon Sefie » 27. Mai 2013, 16:05

Danke für diese Beschreibung. Ich hatte von diesem Programm zumindest noch nichts gehört.

BongoKarl hat geschrieben:Wichtig zu wissen: Real-Drums funktionieren nur per Keyboard-Controller. D.h. wenn man z.B. einen Midi-Pro-Adapter anschließt, kann man zwar das Game komfortabel über den Controller steuern, aber Real-Drum funzt dann nicht, da der Midi-Pro-Adapter ja kein o/c-HH kennt… Achtung, das ist jetzt alles ziemliches Halbwissen, da ich da eben auch keine Zeit mehr investiert habe…

Ab dieser Stelle ist dein Halbwissen in der Tat gefährlich. RB3 ist per MIDI Pro Adapter durchaus in der Lage eine offene von einer geschlossenen HH zu unterscheiden, wie es bei aktiviertem Modus und entsprechender Belegung auch in Fills und vor Songbeginn willig zur Schau stellt. Aber das wird leider im Charting nicht berücksichtigt.
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 27. Mai 2013, 16:35

Um die genauen Regeln zu erfahren, müsste man wohl mal in die Programmierung schauen aber da fehlt mir definitiv das Informatikstudium zu... Aber tu Dir keinen Zwang an... ;-)

Ist aber nicht so entscheidend, da es das RB-Charting ohnehin nicht hergibt. Wichtig ist für mich in der Praxis nur die hinreichend schnelle Umschaltung zwischen o und c-HH. Ob da auch die Pedalposition in PS berücksichtigt wird, keine Ahnung. Aber m.E. funzt die Umschaltung besser als in RB.
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon dr-pain82 » 27. Mai 2013, 20:19

BongoKarl hat geschrieben:Um die genauen Regeln zu erfahren, müsste man wohl mal in die Programmierung schauen aber da fehlt mir definitiv das Informatikstudium zu... Aber tu Dir keinen Zwang an... ;-)

So wie ich das gesehen habe, ist das auch gar nicht open source, also keine Chance ;-)
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 27. Mai 2013, 20:54

dr-pain82 hat geschrieben:
BongoKarl hat geschrieben:Um die genauen Regeln zu erfahren, müsste man wohl mal in die Programmierung schauen aber da fehlt mir definitiv das Informatikstudium zu... Aber tu Dir keinen Zwang an... ;-)

So wie ich das gesehen habe, ist das auch gar nicht open source, also keine Chance ;-)


Okay, danke! Ich hab das mal in "nicht-kommerziellen Anbieter DWSK" geändert. Mir ist gerade nix passenderes eingefallen. :headhammer:
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 3. Juni 2013, 14:43

Ich hab mich die letzten Tage nochmal intensiver mit PS beschäftigt und mittlerweile etwas mehr Klarheit bzgl. Programm, Einstellungen und E-Drum-Anschluss.

Es gibt in PS eine Funktion unter den Extras, die nennt sich Music Studio (oder so ähnlich). Dort kann man jeden Track, der sich im PS-Musikordner befindet, abhören. Das Format, in dem PS z.B. RB oder GH-Songs speichert sind ja die Einzelspuren/ Stems (.ogg-Dateien) plus Midi-information und Konfigurationsdatei. Im Music Studio kann man nun entweder den Song, so wie man ihn von der CD kennt oder auch jede beliebige Einzelspur anhören bzw. kombinieren und in der Lautstärke verändern. Bei einem RHCP-Song aus RB ist z.B. der Vocal-Mix, die Bass- und Gitarrenspur, drei Drum-Stems (Kick, Snare, Cymbals und Toms), ein Song-Mix (übrige Musikspuren) und auch ein Stem für Crowd angelegt.
Als ich das erste Mal nur den Vocal-Mix als Solo hab laufen lassen und das über Kopfhörer abgehört habe, dachte ich, ich bin in der Gesangskabine mit Anthony…! Jedes Atemgeräusch und jeder Mikrofon-Pop ist zu hören; bei anderen Songs sogar das Umblättern der Songtexte und im Hintergrund die Kopfhörer, die der Sänger bei der Aufnahme trägt… Hammer!
Ich bin kein Tontechniker, und für mich war diese Erfahrung neu, hat aber mein Verständnis, wie Musik im Studio entsteht neu definiert! Ich kann das nur jedem, der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, ans Herz legen…
Natürlich lassen sich so auch für mich die Drum-Tracks viel besser abhören, und ich bekomme viel schneller mit, wo was gespielt wird.

Naja, das nur mal nebenbei; aber für mich sehr nützlich… Die übrigen Vorteile von PS sind aber ebenso überzeugend, insb. die oben beschriebene reduzierte Trainingsgeschwindigkeit.

Ich habe nun auch „mein“ Lieblingsprogramm „eProDrums“ mit PS zum Laufen gebracht. Das wäre – für mich – sonst wahrscheinlich ein Grund gewesen wieder langfristig zu RB zu wechseln, da bei direkter Übertragung der Midi-Daten vom TD11 zu PS der Wechsel von o zu c-HH nur mit leichter Verzögerung funktioniert. Das Problem ist, dass die Note für das Pedal zeitlich VOR der Note für c-HH übertragen wird. Und dann kommt es eben gerade bei schnellen Wechseln immer mal wieder zu mis-hits des gelben Cymbals.
Da eProDrums auch die Geschwindigkeit und Beschleunigung des Pedals zur Entscheidung o oder c-HH auswertet, lässt sich damit eben deutlich entspannter spielen. Die Konfiguration ist wie folgt:

Das TD11 ist per USB an das Notebook angeschlossen (aktiver Hub)
eProDrums geöffnet; Midi-In ist TD11
Das USB-Midi-Interface ist ebenfalls an den Hub angeschlossen; Midi-Out in eProDrums eben „USB-Midi-Interface“
Der 5-Pol-Midi-Stecker ist am MadCatz Midi-Pro-Adapter angeschlossen und dieser auch wieder am Hub
Der Midi-Pro-Adapter ist in PS als Controller angemeldet und bekommt so die Midi-Signale aus eProDrums

Das funzt soweit wirklich gut; ich hab das Delay nochmals neu eingestellt, und so ist die Spielbarkeit top, ich würde sogar sagen besser als in RB. In RB hatte ich subjektiv mehr Serienabbrüche, was aber wohl auch mit dem Audio-/ Video-Delay bei RB zu tun haben kann, welches ich nie so richtig optimal eingestellt bekommen habe.

Der sog. „Kick-Drum-Shake“ (im ersten Post beschrieben) lässt sich übrigens nicht abschalten, soll aber in einem der nächsten Updates als Option kommen. Ebenso soll das Abschalten des OD und der SP-Notes (Star Power?) in einer späteren Version möglich sein. Ich fände dies sehr hilfreich und übersichtlicher, da ja auch der RB-Practise-Mode darauf verzichtet. Da mich weder der optimal path noch OD interessiert, könnte ich persönlich gut drauf verzichten.
M.E. noch eine Verbesserung zu RB ist, dass es keine Prozentangabe gibt, die die Treffergenauigkeit misst, sondern jede Einzelnote gezählt wird. Ob es dann also nur eine Note war, die man verhauen hat oder drei ist dann schon eine bessere Aussage als 99%...

Was wohl leider nicht funzt, ist das Sortieren der Songs nach Schwierigkeit, also bei mir Drums. Es gibt zwar diese Auswahlmöglichkeit, aber die Sortierung ist dann evtl. nach Bandschwierigkeit und nicht nach gerade angeschlossenem Einzelinstrument. Ich hab daher die Songs manuell in verschiedene Ordner sortiert (no part, Tier 1, Tier 2 etc.). Da ich ohnehin nur Drums spiele, reicht mir diese Sortierung. Und es macht die Listen kürzer, was das Scrollen angenehmer macht.

Playlisten lassen sich momentan wohl auch nur im Spiel-Modus anlegen aber nicht speichern, und im Practise-Mode überhaupt nicht anlegen.

Weiterhin fände ich es toll, wenn man verschiedene Lautstärkeeinstellungen auch verschiedenen Profilen zuordnen könnte. So sollte der BOT bei mir mit voller Lautstärke der Drums spielen, damit ich höre, was da welchen Noten zugeordnet ist, aber ich selber möchte gar keine Drumsounds haben. Die Einstellung der jeweiligen Stems gilt aber leider für’s gesamte Spiel, d.h. auch für die Menüvorschau. Einmal Drums aus heißt überall aus. Ausnahme ist das o.g. Music Studio. Es gibt zwar eine Einstellung „Playalong Drums“, die funzt im Practise Mode aber leider nicht… Und im Spiel-Modus lässt sich – logisch – die Geschwindigkeit nicht ändern.

Ach ja, wenn ich PS auf dem Notebook laufen lasse, klappe ich dieses zu. Der Bildschirmausgang wird dann nur auf den HDMI-Ausgang gelegt. Das funzt tadellos und ich habe PS immer im Full Screen Modus laufen. Die Grafikkarte passt offenbar die Auflösung an die native Auflösung meines Projektors an… und die Bildwiederholrate liegt bei ca. 120… Ich denke das ist die interne Geschwindigkeit bei PS, da der Projektor ja mit 60Hz angesteuert wird…

PS lässt sich sehr angenehm per Midi-Pro-Adapter steuern und auch die Navigation wie aus RB gewohnt auf den Drums funzt.

Ich habe als Hintergrund im Practise Mode ein statisches Bild eingestellt. Zum einen kostet dies dann keine Ressourcen, andererseits muss ich mir auch nicht zum trillionsten Mal das öde 20 Sek.-Video aus dem RB-Übungsraum ansehen… ;-)

Die Darstellung des Notenhighways ist bei mir eher zweckmäßig. Da ich alle Bildverbesserungshelfer zu Gunsten der Leistung abgeschaltet habe, gibt es einige unschöne Treppeneffekte. Das fällt natürlich auf 2,5m schon auf… Aber da mein Notebook aus der Einsteigeklasse ist, kann ich da wohl nicht viel machen, wobei es m.E. Schlimmeres gibt.
Mit entsprechend Grafikkarten-Power kann man aber in PS überall Videos einbinden und die Darstellung komplett glätten und aufhübschen…

Bitte meine Ausführungen nicht als den Abgesang an RB und Lobpreisung an PS verstehen…! ;-) Ich finde optisch ist RB PS deutlich überlegen! Zumindest bei mir. Aber die für mich o.g. und entscheidenden Kriterien – sowie eine deutlich kürzere Lade-/ Startzeit – werden mich die nächste Zeit eher mit PS verbringen lassen… Mir persönlich geht es momentan ja nicht so sehr um den Spielspaß, sondern um das Training bzw. Erlernen der Drums…
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 5. Juni 2013, 11:58

Wenn’s hier noch jemanden interessiert… Ich habe die letzten Tage noch eine nicht ganz unwichtige Erkenntnis für mich gewonnen:

PS kann anzeigen, wie akkurat der jeweilige Treffer war. Es gibt Abstufungen von „very early“, „early“ über „perfect“, „late“ bis hin zu „very late“. Ich habe dem erst nicht so die Bedeutung beigemessen, aber irgendwann hat es mich dann doch stutzig gemacht, dass ich bei einem Song (Werewolves of London), den ich in- und auswendig zu kennen glaubte, immer zu früh war. Ich hab mit dem Delay experimentiert, aber iwann fiel mir auf, dass das Timing am Anfang stimmt, im Verlauf oder nach Breaks aber immer wieder „early“ anzeigt. Ich hab dann mal ein paar andere Songs gespielt, und dort war das Timing eher „perfect“ oder auch „late“, obwohl ich die nicht so genau kenne und auch nicht fehlerfrei spielen kann.

Weiterhin hatte ich auch schon immer den Eindruck, dass ich regelmäßig zu schnell spiele/ werde UND manche Songs auch leicht im Takt variieren. Das alles spielt natürlich keine Rolle, wenn man nur Voll-Playback spielt…

Tatsächlich macht das nun auch Sinn; ich werde während eines Songs, und erst Recht, wenn ich nur nach Sicht/ Noten spielen muss immer schneller… Auch nach Breaks, bei denen ich mich unsicher fühle, werde ich zu schnell, da mir – ich beschreibe das jetzt mal bildlich – die Angst im Nacken sitzt einen Fehler zu machen. Das treibt mich voran, lässt mich dann aber zu schnell werden und die Lockerheit geht nebenbei auch verloren.

Eine Überlegung wäre jetzt noch, doch mal die Drum-Stems zumind. leise einzublenden, um mal zu hören, wie sich das korrekte Timing nun tatsächlich anhört und spielt…

So, und das wäre mir mit RB nie so klar geworden, obwohl ich da den Instrumentensound auch schon hätte einblenden können. Hab ich aber nicht, erst die Anzeige bei PS hat mich ins Grübeln gebracht. Und: Nicht nur, dass das Hit-Window ungeeignet ist, um Musik zu machen; das Timing eines Songs – jetzt mal im Bezug auf die Drums – ist diffiziler als ich selbst per Gehör einschätzen kann. Selbst, wenn ich denke/ höre, ich spiele auf dem Takt, kann der reale Takt im Song doch leicht anders liegen.

Ich hab mich dann mal an der Anzeige „early“,“ perfect“, etc. orientiert, und siehe da, der Song hört sich ganz anders an. Ich muss mich zwingen, langsam zu spielen, aber trotzdem mit der entsprechenden Intensität, was die Sache nicht gerade einfacher macht.

Das war mal wieder eine schöne neue Erkenntnis für mich und wirklich klasse, dass ein „Spiel“ in der Lage ist dieses Feedback zu geben, auch wenn es jetzt weder RB noch GH ist, aber zumind. die Musik aus den Serien und natürlich das Charting.
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon ssuchi » 5. Juni 2013, 14:35

Das klingt spannend! Kann dir das Spiel auch anzeigen, was bei einem "Fehler" jetzt genau falsch war?
Das würde ich mir bei RB öfter mal wünschen, wo ich manchmal nicht genau weiß warum die Serie abgerissen ist, obwohl ich doch "gefühlt" alles richtig gemacht habe.

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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 5. Juni 2013, 15:32

Mhm, das kann PS m.E. nach nicht... Was Du wahrscheinlich willst/ brauchst ist eine Aufzeichnung Deiner Midi-Daten... Aber genau das kann eProDrums. Dort ist ersichtlich welche Note wann mit welcher Intensität gespielt wurde... Hilft z.B. auch sehr bei der Identifizierung von Crosstalk! Allerdings nicht im Vergleich zur Notenspur. Das wäre sowas wie Ghostnotes neben den selbst gespielten Noten (oder eben umgekehrt). Sowas bei PS zu integrieren sollte nicht unmöglich sein. Werde das bei Gelegenheit mal vorschlagen... :-)
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon MSFett » 5. Juni 2013, 18:19

dass man nach einem Fill-In gerne mal schneller wird ist ganz normal, darüber fluch ich auch dauernd.
Aber andererseits lebt davon das Musikmachen, und ist auch einer der Gründe warum ich kein PR mehr spiele, weil ich in eine Fassung gezwungen werde!

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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon ssuchi » 5. Juni 2013, 18:36

MSFett hat geschrieben:dass man nach einem Fill-In gerne mal schneller wird ist ganz normal, darüber fluch ich auch dauernd.
Aber andererseits lebt davon das Musikmachen, und ist auch einer der Gründe warum ich kein PR mehr spiele, weil ich in eine Fassung gezwungen werde!

Das finde ich jetzt aber etwas verkürzt dargestellt. Wenn du in einer Band nach einem Fill-In schneller wirst, fluchen möglicherweise deine Mitspieler. Die zwingst du dann in eine Fassung, wenn nicht das ganze Stück auseinanderfallen soll...

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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon MSFett » 5. Juni 2013, 21:44

Nunja, da müsste man jetzt drüber streiten um wieviel schneller. Je länger man spielt, umso sensibler wird man da. Ich finde das Tempo kann gerne mal etwas schwanken, aber in Rahmen wo dem Laien es vielleicht nicht mal auffällt!
Natürlich sollte das Gesamtbild in einem bestimmten Rahmen bleiben, da hast du vollkommen Recht.

Was ich mit dem "in eine Fassung zwängen" beim PR meinte ist, dass man halt eben so wie das Spiel es vorgibt spielen MUSS! Ich darf mit den Drums nicht spielen wie ich will (übungsmodus aussen vor).
Sowohl was Tempo angeht als auch Beat-Variationen, Fills oder was weiss ich was alles!

Und das soll jetzt keine negative Kritik an PR sein, bitte nicht falsch verstehen. Die Spiele sind so wie sie sind, und das ist auch gut so!
Für alles weitere gibt es ja gottseidank das richtige musizieren, da brauch ich dir/euch ja nix zu erzählen!
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon ssuchi » 5. Juni 2013, 22:28

MSFett hat geschrieben:Was ich mit dem "in eine Fassung zwängen" beim PR meinte ist, dass man halt eben so wie das Spiel es vorgibt spielen MUSS! Ich darf mit den Drums nicht spielen wie ich will (übungsmodus aussen vor).
Sowohl was Tempo angeht als auch Beat-Variationen, Fills oder was weiss ich was alles!

Das verstehe ich schon, vor allem wenn man sich als Band aufeinander eingespielt hat kann man eben einfach mal spontan variieren: Der Leadgitarrist ist heute gut drauf und hat eine interessante Solo-Idee? Dann spielt man eben acht Takte länger Solo. Die Sängerin hat ihren Einsatz verpasst? Dann eben A, Dm noch mal wiederholt um ihr den richtigen Strophenanfang zu ermöglichen.

Aber unkontrolliertes schneller werden oder schleppen einzelner Bandmitglieder würde ich da jetzt eher nicht drunter fassen wollen, das ist auch abseits von PR meistens eher Pfusch als künstlerische Freiheit... ;)
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon BongoKarl » 5. Juni 2013, 23:05

...also eine gewisse "künstlerische Freiheit" hat man vor dem, was ich oben bzgl. Hitwindow geschrieben habe ja schon... Das geht sogar soweit, dass ich bestimmte Noten durch z.B. leichte Verzögerung - aber immer noch innerhalb des Hitwindows - betonen kann... Ob man etwas vor dem Takt, darauf oder eben etwas laid back spielt, erkennt RB nicht. PS hingegen schon, da "perfect" wirklich genau mit der Note zusammen fällt...
Werwolves of London hört sich wie oben beschrieben mit meiner bisherigen Spielweise ganz anders an als es die Aufnahme wiedergibt. Natürlich war das Unwissenheit, nicht meine künstlerische Freiheit...

Andere Noten/ Fills/ Breaks etc. sind - sofern man 100% erreichen will - selbstredend nicht möglich. Mich pers. hält das aber nicht davon ab RB bzw. PS als reines Playalong zu nutzen...
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Re: DWSK Phase Shift

Beitragvon dr-pain82 » 7. Juni 2013, 21:38

Diese Funktion hätte ich auch gerne: Welche Note habe ich nicht getroffen? Welche habe zu viel getroffen? Und eben der Grad der Perfekheit, also wie genau treffe ich das Time Window am perfekten punkt (anscheinend so wie PS). Aber für RB/GH wäre mir wirklich wichtiger, welche Noten ich verpasst habe bzw. welche Noten ich nicht hätte spielen sollen.
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